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2 Minuten 2 Millionen

myPlatzerl: Die österreichische Schmalspur-Variante von TripAdvisor

Matthias Leitner und Jessica Reitzer von MyPlatzerl. © Gerry Frank/Puls 4
Matthias Leitner und Jessica Reitzer von MyPlatzerl. © Gerry Frank/Puls 4

Wie viele andere Online-Projekte ist auch dieses hier ein Kind des Corona-Jahrs 2020: Um den angeschlagenen, heimischen Tourismus wieder auf die Beine und gegen die internationalen Plattformen zu stärken, haben Matthias Leitner und Jessica Reitzer myPlatzerl.at gestartet. Und zwar ziemlich flott, denn am 10. April 2020, also kurz nach Beginn von Lockdown 1, war die Seite online und versammelte bis Ende 2020 mehr als 400 Unterkünfte.

myPlatzerl.at erinnert dabei natürlich, wie könnte es anders sein, an eine österreichische Version von Airbnb. Doch beim Geschäftsmodell soll der große Unterschied liegen. Anstatt einer Provision, die Anbieter von Ferienunterkünften an Airbnb, Expedia und Booking.com pro Buchung entrichten, wollen sich Leitner und Reitzer mit einer Listungsgebühr begnügen, die österreichische Anbieter bezahlen.

Listungsgebühr statt Provision

Für kleine Betriebe bis 30 Betten kostet die Präsenz auf der Plattform zehn Euro pro Monat, für größere Betriebe mit mehr Betten 20 Euro. Dafür müssen sie auch selbst die Buchungen erledigen, denn in den Reservier- und Bezahlprozess will sich myPlatzerl auch gar nicht einmischen – also dort, wo das Geschäftsmodell der internationalen Travel-Riesen liegt.

Die Einnahmen aus den Listungsgebühren werden dann teilweise in die Bewerbung der Plattform investiert – immerhin muss man sie bekannt machen, um gewillte Österreichurlauber anzulocken und sie dann an die gelisteten Betriebe weiterleiten zu können. Gelistet werden dürfen nur Bleiben, die ist mehrheitlich in österreichischem Besitz sind. Zweiwohnsitze von Ausländern in Österreich dürfen nicht auf die Plattform.

Ausbau um Erlebnisse, Shops und Events

Dass das nicht alles sein kann, hat das Salzburger Ehepaar, selbst in der Hotellerie tätig, bereits erkannt. Heute, am 5. Jänner, tritt das Pärchen bei der Startup-Show 2 Minuten 2 Millionen von Puls 4 auf und wird die Geschäftsidee den Investoren präsentieren. Und dazu wird ein Upgrade des Angebots gelauncht. Künftig soll man bei myPlatzerl nicht nur Unterkünfte finden können, sondern alles drumherum – also auch Erlebnisse, Shops, Restaurants und Events. Passend zur Unterkunft in einem Skiort würde man, einmal abgesehen von Corona-Lockdowns – entsprechende Skipässe und -Verleihs finden.

Das zusätzliche Anbieten von Erlebnissen und Touren passend zur Unterkunft kennt man schon von Airbnb – dort heißt das Angebot „Entdeckungen“. Und auch auf TripAdvisor, einer der größten Travel-Seiten der Welt, gibt es neben Hotels auch Restaurants, Ferienwohnungen, Mietwägen und Aktivitäten zu finden. Somit wird es spannend sein, ob myPlatzerl noch Relevanz für die Nutzer hat, wenn der Corona-Faktor mit dem Fokus auf Regionalität verblasst und es die Menschen wieder in die weite Welt zieht.

Die myPlatzerl-Gründer treten am 5. Jänner ab 20:15 Uhr bei der Startup-Show 2 Minuten 2 Millionen vor die Investoren-Jury. Mehr Infos finden sich hier:

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