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Wiener Startup Digital Privacy mit Zweit-Nummern-Dienst mypio muss zusperren

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Das österreichische Startup Digital Privacy GmbH ist insolvent. Mit der Marke mypio hatte das Wiener Jungunternehmen Smartphone-Nutzern eine zweite Handynummer ohne zusätzliche SIM-Karte bereitgestellt. Gegen eine monatliche Gebühr konnte man sich auf dem Smartphone unter einer zweiten Nummer erreichen lassen. Wie eine Nutzerin Trending Topics bestätigte, funktioniert der Dienst aber seit Kurzem nicht mehr. Eine Portierung der mypio-Rufnummern zu einem anderen Netzbetreiber ist nach derzeit vorliegender Information technisch nicht möglich, sind somit derzeit nicht erreichbar.

Sowohl die mypio-Webseite als auch die Webseite der Digital Privacy GmbH werden derzeit „Wartungsarbeiten“ unterzogen. Auch die Apps für Android und iPhone sind aktuell nicht mehr verfügbar.

Schließung des Unternehmens angeordnet

Der Hintergrund: Über das Vermögen der Digital Privacy GmbH wurde mit Beschluss des Handelsgerichtes Wien vom 7. Dezember 2018 ein Insolvenzverfahren eröffnet. Gläubiger haben bis zum 12. Februar 2019 Zeit, ihre Forderungen anzumelden. Auf Gläubiger, die ihre Forderungen nach der Anmeldungsfrist anmelden, kommen Zusatzkosten hinzu. Ralf Müller und Michael Walter waren seit Juni 2018 Geschäftsführer des Unternehmens. Zuvor hatte Giovanni Bindoni die Geschäfte inne. Zusammen mit Michael Walter und Rainer Goeritz gründete er Digital Privacy.

„Die Digital Privacy GmbH war engagiert um den Fortbetrieb bemüht, letztlich ist es jedoch nicht gelungen, den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten. Mit Beschluss des Handelsgerichtes Wien vom 17. Jänner wurde die Schließung des schuldnerischen Unternehmens angeordnet, welche letztlich auch eine Einstellung der Leistungserbringung nach sich gezogen hat“, heißt es seitens der Masseverwaltung der Firma. Für eine weitere Stellungnahme waren Vertreter von Digital Privacy GmbH nicht zu erreichen.

Um eine zweite Handynummer zu besitzen, musste man die mypio-App herunterladen und eine der verfügbaren mypio-Nummern mit der eigenen Nummer verbinden. Schon hatte man eine zweite Rufnummer. Diese wird als virtuellen Rufnummer über die Hauptrufnummer abgewickelt. Ein weiteres Gerät oder eine Dual-SIM-Handy waren nicht notwendig. Dabei sollte vor allem die Privatsphäre geschützt werden, hieß es in einem Werbe-Video. Nutzer konnten aus drei Prepaid-Monatspaketen wählen, 2018 wurde mypio auch in Deutschland verfügbar gemacht.

Warum die Digital Privacy GmbH den Weiterbetrieb nicht geschafft hat, ist derzeit unklar. Eine Vermutung von Trending Topics: Weil immer mehr Smartphones mit Dual-SIM-Karten-Funktionen oder eSIM ausgestattet werden, könnte der mypio-Dienst bei Konsumenten nicht stark nachgefragt worden sein.

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