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Smartphones & Startups: Trending Topics berichtet vom Mobile World Congress in Barcelona

Am Mobile World Congress in Barcelona. © MWC
Am Mobile World Congress in Barcelona. © MWC

Bis auf die vereinzelten Flaggen, die von Balkonen und in den engen Gassen Barcelonas wehen, merkt man von den Unabhängigkeitsbestrebungen von Katalonien nichts. Zu unwahrscheinlich sind derzeit die Aussichten, dass sich die Region von Spanien abspalten kann. Die Zukunft der mobilen Kommunikation ist da schon deutlich klarer zu sehen: Am Mobile World Congress (MWC) treffen in den nächsten vier Tagen nahezu alle zusammen, die ein gewichtiges Wort über Smartphones und Datennetze von morgen mitzureden haben.

Der Tech-Riese Samsung wird dabei alles überschatten: Mit dem „Galaxy S9“ werden die Südkoreaner jenes Smartphone vorstellen, dass dem iPhone X von Apple ordentlich Konkurrenz machen wird. Da werden es andere Hersteller wie Sony, Xiaomi, Asus oder Nokia (die legendäre Marke gehört mittlerweile dem Konzern HDM Global), die sich mit eigenen Geräte-Neuheiten angekündigt haben, schwer haben, hervorzustechen. Huawei und LG haben ob der Samsung-Dominanz gar beschlossen, ihre Flaggschiff-Smartphones ein anderes Mal zu zeigen.

Startups und 30 österreichische Firmen

Doch lediglich um Handys geht es am MWC mit mehr als 2.000 Ausstellern und mehr als 100.000 Besuchern nicht. Im Rahmen der Konferenz gibt es einen eigenen Bereich unter dem Titel „4 Years From Now“ (4FYN), der sich eigens auf Startups spezialisiert hat – der perfekte Ort für Trending Topics, um nach neuen Ideen und Business-Modellen von Jungfirmen im Mobile-Sektor Ausschau zu halten. Neben vielen spanischen und südkoreanischen Startups sind etwa auch die österreichischen Jungfirmen DealMatrix oder MobFox (mittlerweile eine Tochter der israelischen Matomy Media Group) vertreten.

Laut Advantage Austria, dem Außenwirtschafts-Netzwerk der WKO, sind in Barcelona dieses Mal knapp 30 österreichische Unternehmen (u.a. Emporia, Dimoco, Ams AG) mit dabei. Die heimischen Vertreter werden Technologien aus den Bereichen App-Development, Augmented Reality, Consumer Electronics, Cloud Services, IoT, Location Technologies oder Mobile Financial Services präsentieren. „Durch unsere Gruppenausstellung können Start-ups und KMUs von Synergien profitieren und sich vor den wichtigsten Playern des Sektors in einem internationalen Umfeld zu präsentieren“, sagt Andreas Schmid, der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Barcelona (für die Insider: Halle 8.1 – B61).

Ebenfalls aus Österreich dabei ist etwa Andrea Jelinek, die kürzlich zur Chefin der EU-Datenschutzbehörde berufen wurde (Trending Topics berichtete).

Ohne Blockchain geht´s nicht

Im Rahmen von 4YFN sind nicht nur Themen wie Pitching, Investoren oder Talent-Recruiting, sondern das aktuelle Hype-Thema Nummer 1 – Blockchain. So wird es Sessions geben, die klären sollen, wie ICOs am schlauesten durchgeführt werden und in welchem Zustand sich aktuell die Märkte für Kryptowährungen befinden.

Spannend für die Startups vor Ort: Vertreter von Risikokapitalgebern wie Accel Partners, Draper Esprit, Balderton Capital oder Point Nine Capital sind in Barcelona unterwegs, um Ausschau nach neuen Investitionsmöglichkeiten zu halten. Ein besonders wichtiger Name: Rajeev Misra, CEO von SoftBank Investment Advisers, führt jene Firma, die viel Einfluss auf den massiven 93-Milliarden-Fonds Vision Fund von Softbank hat, der etwa in Uber investiert hat.

Am Mobile World Congress in Barcelona. © MWC
Am Mobile World Congress in Barcelona. © MWC

5G und das Match Europa vs. USA

Telekom-Unternehmen sind ebenfalls ein Fixpunkt am MWC. Unter anderem werden Timotheus Höttges, CEO der Deutschen Telekom, Shang Bing, Chairman von China Mobile, Sprint-CEO Marcelo Claure oder Vittorio Colao (CEO der Vodafone Group) darüber sprechen, wie sich die Mobilfunknetze der Zukunft zu entwickeln haben, um die Datenlawine und neue Anwendungen wie autonome Autos, Drohnen oder das Internet of Things bewältigen zu können. Die Olympischen Spiele in Südkorea stehen dafür Pate: In dem asiatischen Land diente der Sport-Großevent dazu, die nächste Mobilfunk-Generation 5G zu zeigen (In Österreich wird sie bereits getestet, Trending Topics berichtete).

Schließlich werden auch Andrus Ansip, Vizepräsident der EU-Kommission, und Ajit Pai, Chef der US-Regulierungsbehörde FCC und hauptverantwortlich für das Ende der Netzneutralität in den USA, aufeinander treffen. In ihrer Diskussion wird es auch um politische Differenzen und unterschiedliche Ansichten in punkto Internet-Regulierung gehen. Da werden die vielen Vertreter von US-Riesen wie Facebook, Google und Amazon ganz genau hinhören.

Offenlegung: Die Reisekosten nach Barcelona wurden von T-Mobile Austria übernommen. Vielen Dank dafür!

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