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Monkee: Tiroler Fintech stellt frische Finanzierungsrunde auf

Das Monkee-Team Jean-Yves Bitterlich, Christian Schneider und Martin Granig. © Monkee
Das Monkee-Team Jean-Yves Bitterlich, Christian Schneider und Martin Granig. © Monkee

Fintech ist heiß, und zwar im Großen wie im Kleinen. Während sich 2021 mehrere große internationale Fintechs auf ihre Börsengänge vorbereiten (u.a. Stripe, Coinbase oder Robinhood), schreiten auch heimische Finanz-Startups weiter zur Tat. So etwa die Tiroler Jungfirma Monkee, über die wir bereits mehrmals berichtet haben. Jean-Yves Bitterlich, Christian Schneider und Martin Granig haben eine App kreiert, die dem Nutzer das Erreichen von persönlichen Sparzielen erleichtern soll.

Das gefällt auch Investoren, die nun eine neue, hohe sechsstellige Summe in das Unternehmen investieren. Die Investment-Runde wurde vom Syndikatsfonds des European Super Angels Club (ESAC) rund um Berthold Baurek-Karlic angeführt und der Bestandsinvestor, V/G Ventures aus der Schweiz, zieht auch mit. Das Produkt hätte über die Pandemie hinaus Potenzial, und man wolle die Gründer über die aktuelle Finanzierungsrunde hinaus unterstützen. „Wenn das starke Wachstum beibehalten wird, halten wir ein Folgeinvestment noch in diesem Jahr für realistisch“, so Baurek-Karlic. Die Finanzierungsrunde kommt etwa eineinhalb Jahre, nachdem V/G Ventures aus der Schweiz in die Tiroler Jungfirma investierte.

Monkee: Das Tiroler Fintech-Startup holt den ersten Investor an Bord

Monkee funktioniert vom Prinzip her folgendermaßen: Der Nutzer verknüpft die App mit sein Bankkonto in Deutschland oder Österreich und richtet einmalig ein Lastschriftmandat ein – alle Sparbeiträge werden anschließend per Lastschrift eingezogen und dem Monkee-Sparkonto gutgeschrieben. In der App kann man sich Sparziele einrichten – etwa für ein Notebook, ein E-Bike oder ein Auto. Das alleine wäre im aktuellen Zinsumfeld wohl wenig attraktiv und böte zur Hausbank kaum Unterschiede. Aber: Monkee kooperiert mit Online-Händlern. Wenn man das gesparte Geld bei diesen ausgibt, bekommt man bis zu zehn Prozent der gesetzten Sparziele gutgeschrieben.

Dieses Cashback-System, das bei Monkee „FutureBoost“ genannt wird, ist auch gleichzeitig das Geschäftsmodell des Startups. Durhc die Vermittlung von neuen Kunden an Online-Shops bekommt es eine Kommission, und ein Teil dieser Kommission wird eben als „FutureBoost“ an die Nutzer weiter gegeben. Bisher wurden etwa 70.000 Downloads verzeichnet.

„85 Prozent der Bevölkerung hat mit Bitcoins und Aktien nichts am Hut“

Dass man mit Sparplänen inmitten des Bitcoin-Hypes und der #WallStreetBets-Bewegung nicht unbedingt en vogue ist, wissen die Gründer natürlich. „85 Prozent der Bevölkerung hat mit Bitcoins und Aktien nichts am Hut. Dort ist Sparen noch ein großes Ding und Mittel zum Zweck“, sagt Mitgründer Granig. Die „FutureBoosts“ bezeichnet er dabei als eine Art „Zinsersatz“. Das Thema Investieren sei aber sicher ein Thema, das später einmal für die App interessant werden könne.

„Während sich Kunden über Negativzinsen bei der Hausbank ärgern, erhalten unsere Nutzer über den FutureBoost für ihren bewussten Konsum bares Geld auf ihr Sparkonto zurück“, so Mitgründer Schneider. „Vermehrte Online-Einkäufe während der Corona-Pandemie haben uns dazu inspiriert, das bestehende Angebot zu erweitern und zusätzliche Partner aus dem Bereich von gängigen Konsumartikeln mit aufzunehmen.“ Unter den Shop-Partnern finden sich etwa REWE, Thalia, Fressnapf, Nespresso oder Home24. Für diese ist Monkee ein Weg, um an neue Kunden bzw. neue Kundenschichten zu kommen.

Monkee: „Corona führt dazu, dass unsere User mehr sparen“

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