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Mobility as a Service: Großes Marktpotenzial für Alternativen zum PKW-Kauf

Wem werden Autos künftig gehören? © Pexels
Wem werden Autos künftig gehören? © Pexels

Wir man sich in Zukunft noch ein eigenes Auto kaufen oder leasen – oder werden sich Konsumenten anderen Modellen zuwenden? Eine neue Studie de Österreichischen Energieagentur besagt jetzt, dass neue Mobilitäts-Modelle großes Potenzial haben. „Mobilität kann in Zukunft zunehmend zu einer Dienstleistung werden, womit auch der Besitz eines eigenen Pkws an Bedeutung verlieren könnte“, sagt Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energie­agentur.

Der Studie zufolge, für die Ende 2017 mehr als 120 Experten online befragt wurden, sehen fast drei Viertel (71 Prozent) der Befragten das Konzept als Alternative zum Besitz eines eigenen Pkws. Allerdings ist die Zahlungsbereitschaft dafür noch sehr gering und wird mit etwa 85 Euro pro Monat eingeschätzt. „Es wird sich erst zeigen, ob sich diese innovativen Konzepte wirt­schaftlich abbilden lassen. Das wird letztlich wesentlich von den Rahmenbedingungen und der Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer abhängen“, so Traupmann.

Unterschiedlichste Konzepte in Arbeit

Das Potenzial sehen offenbar seit geraumer Zeit auch die großen Autohersteller, die an unterschiedlichsten Konzepten arbeiten. BMW und Daimler wollen in den USA Auto-Abos testen, bei denen Kunden die PKW nicht kaufen oder leasen, sondern gegen eine Monatsgebühr mieten. Ähnliche Services bieten auch Volvo oder Porsche an (Trending Topics berichtete). Die Preise dafür sind aber sehr hoch: Bei Volvo kostet die Miete eines XC40 im Programm „Care by Volvo“ zwischen 600 und 900 Euro, „Porsche Passport“ in den USA kommt auf 2.000 Euro pro Monat.

Moia-Fahrzeug bietet Platz für bis zu sechs Fahrgäste. © Moia
Moia-Fahrzeug bietet Platz für bis zu sechs Fahrgäste. © Moia

VW wiederum hat mit seiner Tochter Moia Ende 2017 einen Elektro-Van, der als Taxi-Ersatz bis zu 6 Fahrgäste mitnehmen kann (Trending Topics berichtete). Daimler wiederum ist sehr umtriebig bei der Übernahme von neuen Mobilitätsdienstleistern. Zuletzt wurde der französische Uber-Klon Chauffeur Privé übernommen. Dieser ergänzt das Portfolio des Mercedes-Herstellers, das bereits aus zahlreichen anderen Diensten wie myTaxi, car2go, Moovel, Blacklane, Careem, FlixBus, Turo und Via besteht (Trending Topics berichtete). Uber, Google, General Motors und andere wiederum arbeiten an ganzen Autoflotten, die autonom fahren und Fahrgäste gegen Gebühr von A nach B bringen.

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