So geht´s

Mobilegeddon: 9 Tipps, wie man am besten mit der Umstellung des Google-Algorithmus umgeht

Kann passieren: Menschen suchen auch mal nach Google selbst. © Jakob Steinschaden
Kann passieren: Menschen suchen auch mal nach Google selbst. © Jakob Steinschaden

Ein „mobiles Armageddon“, so urteilten zumindest Tech-Experten, ist am vergangenen Dienstag über das Netz hereingebrochen. Denn Suchgigant Google hat am Algorithmus gedreht und bevorzugt seit dieser Woche mobil optimierte Webseiten in seinen Such­ergebnissen – zum Nachteil jener Seiten, die Google nicht als mobilfreundlich erkennt. „Mit dem 21. April verwenden wir die Mobile-Freundlichkeit als Ranking-Signal“, heißt es dazu seitens Google. „Dieser Wechsel betrifft mobile Suchanfragen in allen Sprachen weltweit und wird signifikante Auswirkungen auf die Suchergebnisse haben.“ Betroffen sind davon nur Suchergebnisse, die auf Smartphones angezeigt werden, jene auf Tablets oder Desktop-PCs unterliegen wie bisher den alten Regeln. Für den Nutzer werden mobil optimierte Seiten mit dem Label „Für Mobilgeräte“ gekennzeichnet.

Gemeinsam mit den Experten der Digitalagentur e-dialog, die sich auf Suchmaschinenoptimierung spezialisiert hat, gibt TrendingTopics.at Tipps, wie man seine Webseite im Sinne des neuen Algorithmus optimiert:

1. Eigene Webseite testen: Auch wer glaubt, dass seine Webseite bereits mobil optimiert ist, sollte einen Blick auf www.google.de/webmasters/tools/mobile-friendly riskieren, wo man die Mobile-Freundlichkeit testen kann. Die wichtige österrei­chische Nachrichtenseite orf.at etwa wird von Google als „nicht für Mobilgeräte optimiert“ gesehen.

2. Responsive Design: „Es gibt mehrere Möglichkeiten der mobilen Konfiguration, Responsive Design ist jedoch die von Google empfohlene Variante“, so Sophie Kubec von e-dialog. „Dabei werden Desktopwebsite und mobile Website über dieselbe URL bereitgestellt. Die Website auf Responsive Design umzustellen, ist die wichtigste Maßnahme, um sie Mobile-friendly zu gestalten.“ Respon­sive Design bedeutet, dass sich eine Webseite automatisch der Auflösung und der Größe eines Bildschirms anpasst. „Begehen Sie nicht den Fehler, lediglich eine für Mobilgeräte formatierte Website zu erstellen, die zwar auf Mobilgeräten hübsch aussieht, der aber alle nütz­lichen Funktionen fehlen“, warnt Google.

3. Links richtig positionieren: Wenn die Links einer Webseite zu nah beieinander liegen, dann stuft Google diese als „nicht Mobile-freundlich“ ein. Die Suchmaschine agiert hier stark aus Sicht des Nutzers: Denn wenn die Links nah beieinander angezeigt werden, dann lassen sich diese mit dem Finger am Touchscreen nur schwer gezielt anwählen.

4. Inhalte optimieren: „Eine Webseite sollte nicht nur formal angepasst werden, man sollte auch prüfen, ob die Inhalte für mobile Bedürfnisse ­geeignet sind“, sagt Kubec. „Mobile Nutzer suchen anders. Sie wollen schnelle, leicht zu erreichenden Antworten, hier und jetzt. Geo-sensitive Details wie lokale Angaben, Öffnungszeiten, Karten und Kontaktdaten sowie eine einfache Navigationsstruktur sind Pflicht.“

5. Schnelles Laden: Wert legt Google bei der Einstufung von Webseiten auch darauf, wie schnell diese laden. In den „Google PageSpeed Insights“ kann man gratis testen, ob die eigene Webseite schnell genug lädt. Jene Probleme, die Google als hinderlich beim Laden angibt, sollte man beheben. „Jede Sekunde Verzögerung kostet wertvolle User. Bei der mobilen Optimierung sollte man darum auf jeden Fall bedenken, dass über das Mobilfunknetz nicht überall eine schnelle Internetverbindung verfügbar ist“ sagt Kubec von e-dialog. „Eine Webseite sollte auch bei einer 3G-Verbindung zügig laden. Durch die Wahl der richtigen Schriftart und der passenden Dateigröße von Bildern kann man die Geschwindigkeit deutlich verbessern.“

6. Alte Technologien meiden: Google stuft Webseiten herab, die auf Technologien setzen, die nicht auf ­allen Smartphones funktionieren. Anstelle von Flash-Playern, die von iPhones oder Android-Geräten nicht unterstützt werden, rät der Konzern dazu, auf den HTML5-Standard für Videos und Animationen zu setzen.

7. Android-Apps indexieren: Wer eine Android-App passend zur mo­bilen Seite hat, kann sie unter https://developers.google.com/app-indexing verzeichnen lassen. An­droid-Nutzer, die die App installiert haben, werden von der Google-Suche bei entsprechender Suchanfrage direkt in die App weitergeleitet.

8. Links von der Desktop-Seite: Ein häufiger Fehler laut Google ist, wenn die verschiedenen Unterseiten eines Desktop-Angebots alle auf die Startseite der mobilen Version verweisen – das schadet der Mobile-Freundlichkeit. Deswegen sollten diese Links zu den entsprechenden Unterseiten der mobilen Seite führen.

9. CMS anpassen: Unzählige Webseiten laufen auf Content-Management-Systemen wie WordPress, Drupal oder Magento. Wie diese Mobile-freundlich gemacht werden, zeigt Google unter https://developers.google.com/webmasters/mobile-sites/website-software.

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