Hungrig?

MittagsMonster.com: Wiener Start-up bietet Suchmaschine für Mittagsmenüs in der Nähe an

Springt einem gleich entgegen: Das Maskottchen von Mittagsmonster.com. © Jakob Steinschaden

Wer in Wien zu mittag im Büro hockt und nicht weiß, was er denn heute wieder essen könnte, der kann künftig MittagsMonster.com konsultieren: „Wir sammeln die Mittagsmenüs, Tagesangebote und Special Deals für dich zusammen“, verspricht die (auch am Smartphone einfach nutzbare) Webseite, die die beiden Gründer Alexander Duggleby (auch für WhatAVenture.com tätig) und Michael Ionita-Ganea (u.a. für RealLifeConnect und MobFox tätig) heute gestartet haben. Ergo: MittagsMonster.com ist eine geobasierte Suchmaschine, die Restaurants und Lokale in der Umgebung des Nutzers sucht und deren Mittagsangebote anzeigt. Derzeit sind etwa 300 Lokale auffindbar, mehr in den inneren Bezirken, weniger in den Randbezirken Wiens.

In einem schnellen Test funktionierte das für verschiedene Wiener Bezirke ganz gut und lieferte viele Ergebnisse von Lokalen samt Speisenauswahl und Preisen auf den Bildschirm. Gibt man der mobilen Webseite am Smartphone Zugriff auf die eigene GPS-Position, dann sucht sie in der näheren Umgebung nach passenden Ergebnissen. Wählt man ein Angebot aus, dann zeigt Mittagsmonster.com die Adresse des Lokals auf einem Kartenausschnitt von OpenStreetMap an. Ausbaufähig ist die Webseite punkto Design und Funktionalität aber allemal – etwa könnte sie eine Wegbeschreibung samt Gehzeit berechnen, damit man weiß, ob sich der Ausflug in der Mittagspause überhaupt ausgeht.

Die Startseite von MittagsMonster.com.

Die Daten der Restaurants sammelt eine Art Web-Crawler auf Basis eines eigens entwickelten Algorithmus. “In Wien sind wir bereits die Nummer eins, das ist jedoch nicht genug. Wir möchten unseren Algorithmus und unsere Methode auf ganz Europa ausweiten und Menschen zu Mittag glücklich machen” , so Ionita-Ganea selbstbewusst. Für Restaurants, die über keine Webseite mit den notwendigen Informationen verfügen, will MittagsMonster bald eine Option fürs direkte Eintragen seines Menüs bereitstellen. Wenn ein Restaurant E-Mails mit seinem Angebot einschickt, kann sie der Algorithmus lesen und zu den Suchergebnissen hinzufügen.

Affiliate-Programme und Werbung

Punkto Geschäftsmodell sind laut Ionita-Ganea Affiliate-Programme sowie Werbung auf der Webseite und im E-Mail-Newsletter angedacht (in der täglichen Aussendung bekommt der Abonnent eine Liste an Vorschlägen zum Mittagessen). Sollte es funktionieren, könnte MittagsMonster.com dann einerseits Provision von gelisteten Restaurants bekommen und andererseits – wie bei Google – Werbeplätze für jene Lokale verkaufen, die in den Suchergebnissen gerne oben gereiht werden wollen. Für die Listung selbst werden Restaurants aber nicht zur Kasse gebeten, so Ionita-Ganea.

Ob MittagsMonster.com ein Erfolg wird, hängt stark von der Akzeptanz seitens der Nutzer und der Restaurants ab. Wenn Nutzer über die Suchmaschine wertvolle Informationen und die Lokale mehr Gäste bekommen, könnte das Start-up seinen Platz im Online-Markt finden. Dass es eine Suchmaschine für Mittagsmenüs nicht leicht hat, zeigt jedenfalls das Beispiel www.tagesteller.com. Im November 2014 mit großen Ambitionen in Wien gestartet, hat es den Durchbruch nicht geschafft und ist nach Informationen von TrendingTopics.at kurz vor dem Aufgeben. Vielleicht kommt da eine Partnerschaft mit dem neuen Player MittagsMonster.com gerade recht?

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