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Statt Verbot

Microsoft bestätigt Übernahmepläne für TikTok

Symbolbild. © Nitish Gupta / Pixabay
Symbolbild. © Nitish Gupta / Pixabay

Wie Microsoft gestern bestätigte, könnte sich der Techriese tatsächlich das US-Geschäft von TikTok einverleiben. Ursprünglich hatte Donald Trump ja überlegt, die kontrovers disktutierte App in den USA einfach zu verbieten. Microsoft könnte nun eine elegantere Lösung parat haben.

Bis zum 15. September, also in rund sechs Wochen, soll es einen fertigen Deal geben. Darüber hätten sich Microsoft-Chef Satya Nadella und eben Trump bereits ausgetauscht, nun stehen noch Gespräche mit ByteDance an, dem Eigentümerkonzern von TikTok.

Mehrere Investoren?

Für die Übernahme ist auf jeden Fall das Einverständnis der US-amerikanischen Regierung notwendig – und damit derzeit von Trump. Zuvor sollen darum auch schon Gespräche zwischen Microsoft und ByteDance verschoben worden sein, Microsoft wollte sich offenbar erst absichern. Es „herrsche Einigkeit darüber, dass Tiktok nicht in der jetzigen Form in den USA bestehen bleiben könne“, erklärte US-Außenminister Pompeo zuletzt. Man wolle erst Maßnahmen ergreifen. Nun könnte es schneller gehen. Microsoft könnte allerdings noch mit weiteren Investoren kokettieren, die sich zumindest als Minderheitspartner beteiligen, schreibt heute Heise.

Die Zeit läuft

So oder so soll der Deal bis zum 15. September stehen – ein Datum, das sicher nicht zufällig noch vor der nächsten Präsidentenwahl liegt. Das schafft etwas Stress für ByteDance, immerhin würde ein klassisches Verbot der App in den USA das Unternehmen am schwersten treffen. Trittbrettfahrer wären dann wohl zu erwarten, mit Indien hat ohnehin schon ein großes Land ein Verbot ausgesprochen. In den USA hat TikTok laut eigenen Angaben rund 100 Millionen Nutzer, weltweit sollen es rund 800 Millionen sein.

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