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Michael Altrichter und Compass-Verlag steigen bei Cleen Energy ein

© Photo by Mariana Proença on Unsplash
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Wenn Unternehmen in ihren Shops auf LED-Beleuchtung umsteigen wollen oder eine Photovoltaikanlage errichten wollen – dann können sich sich auch an das niederösterreichische Unternehmen Cleen Energy wenden. Dieses ist bereits 2017 an die Wiener Börse gegangen – und bekommt jetzt neue Investoren.

Mit dem Compass-Verlag und der Beteiligungsgesellschaft von Business Angel Michael Altrichter kommt eine neue Investorengruppe an Bord. Die Chance dazu hat sich eröffnet, weil ein anderer Investor abgesprungen ist. Denn eigentlich haben im November 2019 die Stadtwerke Klagenfurt verkündet, bei dem Beleuchtungsspezialisten einsteigen zu wollen. Doch die Stadtwerke Klagenfurt AG hat den mit Altaktionär Erwin Stricker verhandelten Aktienkaufvertrag einvernehmlich aufgelöst.

Nun kommen also neue Investoren an Bord, die das Aktienpaket übernehmen. Insgesamt werden der Cleen Energy Liquidität von ca. 591.000 Euro und Eigenkapital in Höhe von insgesamt ca. 1,2 Millionen Euro zugeführt. Die Investorengruppe erwirbt 671.704 Aktien an der Cleen Energy AG. Im Rahmen der Aktientransaktion werden zusätzlich 185.440 eigene Aktien (ca 5 Prozent des Grundkapitals der AG) von der Cleen Energy kostenlos übernommen. Dadurch soll „mittelfristig der Streubesitz gesteigert und weiteres Eigenkapital zugeführt“ werden, heißt es. Zusätzlich wandeln die Investoren kurzfristig einen Teil der Wandelschuldverschreibung für 650.000 Euro zum Kurs von 3,3 Euro in Aktien.

Stadtwerke Klagenfurt steigen doch nicht ein

Dass die Stadtwerke Klagenfurt nun doch nicht einsteigen (geplant gewesen wäre eine Beteiligung von etwa 25 Prozent), hat folgenden Hintergrund: Nach Vorliegen des Jahresabschlusses der Cleen Energy für 2017/18 haben sich die Stadtwerke entschieden, das Aktienpaket doch nicht zu übernehmen. „Die Stadtwerke sind ein Unternehmen im öffentlichen Eigentum und haben daher eine andere Bewertungsmatrix zum Thema Risiko“, sagte Stadtwerke-Vorstand Erwin Smole zur APA. „Das heißt aber nicht, dass das Unternehmen ein schlechtes Unternehmen ist. Das Geschäftsmodell der Cleen Energy ist nach wie vor interessant und wir führen weiter Gespräche über Kooperationen.“

Die neuen Investoren rechnen jedenfalls damit, dass das Geschäft von Cleen Energy in Zeiten der Klimakrise weiter wachsen und die Nachfrage nach energiesparender Beleuchtung und Photovoltaik wachsen wird. Die Nachfrage soll auch deswegen steigen, weil es öffentliche Förderungen für die Errichtung von Photovoltaikanlagen gibt. „Sofern eine Förderung gewährt wird, sinkt dadurch die mit ca. 7,5 Jahren ohnehin recht kurze Amortisationsdauer einer gewerblichen Photovoltaik-Anlage in Österreich im Durchschnitt nochmals deutlich auf rund 5,5 Jahre“, heißt es seitens Cleen Energy.

Disclaimer: Michael Altrichter ist auch Investor von Trending Topics.

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