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micardo: Grazer Startup sichert sich Millionen-Deal in den USA

Das Team von micardo. © micardo
Das Team von micardo. © micardo

Das Grazer Startup micardo sichert sich einen Millionen-Deal in den USA und zusätzlich ein sechsstelliges Investment. Ursprünglich als Gebrauchtwagenplattform gegründet, setzt das Unternehmen mittlerweile auf ein KI-Tool namens „CarCutter„, das vollautomatisch einen digitalen Showroom für die Fahrzeugpräsentation erstellen kann.

Künstliche Intelligenz für perfekte Fotos

Besonders größeren Händlern sei aber ein einheitliches Branding für einen professionellen Markenauftritt sehr wichtig, heißt es von micardo. Co-Founder Florian König erklärt, wo der Vorteil des CarCutter liegt: Bislang seien für die Fahrzeugpräsentation Autos beispielsweise am Parkplatz fotografiert, dann nach Fernost geschickt, manuell freigestellt und schließlich in ein neutrales Setting gepackt worden. König: „Das, was im Schnitt mindestens 48 Stunden gedauert hat, schafft unser CarCutter – vollautomatisch dank Künstlicher Intelligenz – in etwa 15 Sekunden.“ Die innovative Software soll Fahrzeugsilhouetten erkennen, störende Elemente wie Hintergründe entfernen und anschließend einen „täuschend echt wirkenden 3D-Showroom“ erstellen – inklusive individuellem Branding.

Vorher und nachher. © micardo
Vorher und nachher. © micardo

„Jahresauftrag in Millionenhöhe“

Zudem gibt es eine App, die beim Fotografieren hilft und es über eine Schnittstelle ermöglicht, das Fahrzeug direkt auf Online-Verkaufsplattformen zu positionieren. Das Produkt scheint zu überzeugen, „große Autohändler“ seien bereits auf die Technologie aufmerksam geworden, berichtet Co-Founder Patrick Schwarzenberger: „Erst kürzlich wurde mit einem der größten Dealer in den USA ein Jahresauftrag in Millionenhöhe fixiert. Und auch ein Schweizer Reseller versorgt uns mit tollen Aufträgen, sowie eines der fünf größten Autohäuser in Deutschland. Wir freuen uns, auch viele namhafte Kunden in Europa und der ganzen Welt in unserem Portfolio zu haben.“

Zudem investiert Business Angel Maximilian Seidel mit seiner Situlus Holding eine sechsstellige Summe in das Unternehmen: „Micardo beziehungsweise der CarCutter verzeichnen gerade enormes Wachstum – in Zeiten, in denen es auch zur ’neuen Normalität‘ gehört, Autos im Internet zu kaufen. Natürlich unterstützen wir da auch als Investor und stellen Wachstumskapital zur Verfügung. Die Technologie ist so beeindruckend und auch die internationalen Aktivitäten freuen uns sehr“, erklärt Seidel. Das Geld will micardo für Marketing- und Salesaktivitäten sowie den Technologieausbau verwenden.

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