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MetaKovan: Die fantastischen Pläne des NFT-Großinvestors

© Metapurse.Fund
© Metapurse.Fund

Es ist ein digitales Mosaik aus 5.000 Einzelbildern, die zusammengesetzt ein JPEG mit 21.069 mal 21.069 Pixel ergeben. Und diese 319 Megabyte, die von Künstler Mike „Beeple“ Winkelmann den Namen „Everydays: The First 5000 Days“ bekommen haben, haben diese Woche beim renommierten Auktionshaus Christie’s den Rekordpreis von 69.346.250 Dollar erzielt.

Diese fast 70 Millionen Dollar, die für das NFT-basierte Kunstwerk gezahlt wurden, hat sich ein digitaler Kunstsammler und Fonds-Betreiber geleistet, der unter dem Pseudonym MetaKovan unterwegs ist. In Singapur betreibt der den NFT-Fonds Metapurse, mit dem er offenbar das Ziel hat, möglichst viele Kunstwerke von Beeple zu sammeln. Und jetzt wird es noch interessanter: Hinter MetaKovan soll sich der Krypto-Unternehmer Vignesh Sundaresan verbergen, wie die auf die Krypto-Industrie spezialisierte Journalistin Ami Castor schreibt.

Beeple: NFT wird in Kunstauktion um 69 Mio. Dollar verkauft

Ein Fonds, der seinesgleichen sucht

Nun verfolgt MetaKovan/Sundaresan folgenden Plan: Mit B.20 will er den ersten großen NFT-Fonds schaffen, in dem nicht nur digitale Kunstwerke liegen, sondern auch virtuelle Grundstücke. Diese haben er und sein Helfer, Andrew „Twobadour“ Steinwold, etwa bei Cryptovoxels, Somnium und Decentraland gekauft. In dem Fonds stecken auch bereits etwa 20 Werke von Beeple, für die 2,2 Millionen Dollar bezahlt wurden – und „Everydays: The First 5000 Days“ ist nun das Kronjuwel in der Sammlung.

„Ich habe kein Haus und kein Auto, ich lebe nur im Metaverse“, sagte MetaKovan/Sundaresan, der seinen NFT-Fonds von Singapur aus betreibt, in einem Interview. Seit 2013 ist er im Krypto-Business unterwegs und hatte mit BitAcces ein Startup, das Bitcoin-Automaten betrieben hat. Später gründete er 2017 die Lendroid Foundation in Singapur, mit der er in einem ICO 50.000 ETH einsammelte. Seither dürfte es gut gelaufen sein im Geschäft mit Krypto-Assets.

Die enorme Summe von 70 Millionen Dollar – 60,25 Mio. Dollar für das Kunstwerk selbst und noch einmal 9 Mio. Dollar für die Gebühr des Auktionshauses selbst – werden von MetaKovan in Ether gezahlt. Es sind ungefähr 42.330 ETH, die an Christie’s überwiesen werden.

Beeple und MetaKovan unter einer Decke

Der B.20-Fonds, der nun die Beeple-Kunstwerke mit virtuellen Immobilien bündelt, ist selbst ein Spekulationsobjekt. Wer einen Teil davon haben will, kann sich seit Februar B20-Token kaufen, die einen rasanten Kursanstieg von 2 auf nunmehr 15 Dollar erlebten. Delikates Detail: Künstler Beeple sollen bereits etwa 2 Prozent an B.20 gehören, MetaKovan/Sundaresan hält die Mehrheit mit 59 Prozent.

MetaKovan/Sundaresan will mit B.20 das „erste öffentliches Kunstprojekt des Metaversums“ schaffen und sieht den Fonds als Weg, um die Erfahrung und den Besitz von Kunst neu zu definieren. Der Fonds sei ein Vehikel, das in der analogen Welt nicht möglich wäre -erst im Virtuellen sei es machbar, Kunstobjekte und virtuelle Immobilien in den selben Fond zu packen.

Und was meint Künstler Beeple, der erst im Herbst 2020 auf den Trend gestoßen ist, zum NFT-Hype? „Wenn es nicht schon eine Blase ist, dann wird es eine Blase“, sagt er in einem Interview auf Youtube.

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