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Marschpat: So lief der Auftritt bei der Startup-TV-Show „Die Höhle der Löwen“

Das Team von Marschpat beim Auftritt in der "Höhle der Löwen" auf VOX. © Foto: TVNOW / Frank W. Hempel
Das Team von Marschpat beim Auftritt in der "Höhle der Löwen" auf VOX. © Foto: TVNOW / Frank W. Hempel

Marschpat hatte am Dienstag Abend den großen Auftritt in der „Höhle der Löwen“, der Startup-Show von VOX. Investment gab es zwar keines – dafür konnte mit der A1 Telekom Austria ein Partner mit an Bord geholt werden. Mit Michael Altrichter sicherte sich das Music-Tech-Startup zudem im Nachgang des Drehs doch noch einen Investor (wir berichteten). Wir haben mit Carina Eigner und Patrick Rupprecht, zwei der drei Founder von Marschpat, über den TV-Auftritt und die letzten eineinhalb Jahre von Marschpat gesprochen.

„Wollen zeigen, dass wir ein außergewöhnliches Produkt haben“

Marschpat bietet Blasmusikern und Blasmusikerinnen die Möglichkeit, Noten von bekannten Verlegern und Komponisten digital anzuzeigen und zu managen. Kapellen und Blasmusikvereine können darüber hinaus ihre Mitglieder, Auftritte und Proben mit Marschpat organisieren. In Deutschland gebe es über eine Million BlasmusikerInnen, organisiert in Musikvereinen, mit Europa und Amerika bestehe die Community aus „mehreren Millionen MusikerInnen“, heißt es von Marschpat. Insofern freut sich das Marschpat-Team über die Ausstrahlung des Auftritts.

Aufgenommen wurde der Pitch nämlich vor rund eineinhalb Jahren, erzählt Eigner. Die Ausstrahlung soll weiteren Schub geben: „Wir erwarten uns natürlich, dass viele, viele Blasmusiker auf uns aufmerksam werden. Da ist noch viel Luft nach oben, wir sind noch zu unbekannt. Wir hoffen natürlich, dass wir auch einmal zeigen können, dass wir ein sehr außergewöhnliches Produkt haben. Wir wollen zeigen, dass die Blasmusik cool ist und es auch hier etwas Neues gibt.“

Marschpat: Schwieriger Pitch in der Höhle

Den Auftritt selbst beurteilt die Co-Founderin gespalten: „Der Auftritt war so teils teils, positiv und auch negativ. Es ist einfach daran gescheitert, dass wir damals erst kurz vor unserem Marktstart waren, das (die Aufzeichnung, Anm.) ist ja fast eineinhalb Jahre her. Wir hatten damals selbst noch strategische Fragen zu klären, haben aber auch ein Investment und einen Partner gebraucht. Wir waren einfach noch nicht so sicher in den ganzen Preisen. Der Auftritt war anfangs recht positiv, vor allem Frau Williams als ehemalige Opernsängern war sehr begeistert. Zwischendurch gab es aber auch Verwirrung wegen unserer Umsatzzahlen, außerdem hatten wir zum damaligen Zeitpunkt noch fast keine Noten. Wir waren kurz davor, den Vertrag mit unserem Verleger abzuschließen, hatten auch die Verträge mit, das war damals aber noch zu wenig.“

Man sei „etwas zu früh dran gewesen“, habe aber auch damit gerechnet, dass der Drehtermin erst später ist, erzählt Eigner weiter. „Der Drehtermin war dann viel früher als geplant, das Ganze war damit ziemlich spontan.“

Investoren und Verlagspartner

Letztlich gab es zwar keinen Deal, dafür aber jede Menge wertvoller Erfahrungen. Eigner: „Wir haben uns das Feedback natürlich zu Herzen genommen und haben dann im Nachgang damit Michael Altrichter überzeugen können – und dann auch unseren Investor bekommen.“ Auch Markus Tröscher sowie Pioneers Ventures II sind mittlerweile an Bord (Trending Topics berichtete).

Dazu kommt der Vertragsabschluss mit dem Johann Kliment Verlag, erzählt Mitgründer Patrick Rupprecht: „Wir haben es geschafft, als erstes digitales Unternehmen eine Kooperation mit dem größten und ältesten Blasmusikverlag in Österreich, dem Johann Kliment Verlag, einzugehen. Dazu kommen weitere Verleger und Komponisten aus Österreich und Deutschland, wie zum Beispiel der Musikverlag Tatzer, Musikverlag Johann Gross (Musikverlag HeBu) und Komponisten wie Daniel Muck und Günther Fiala. In Österreich und Deutschland decken wir nun ein breites Spektrum an Musiknoten, vor allem in der Marschmusik ab, welches stetig erweitert wird“.

A1 ebenfalls an Bord

Seit Mai ist ist auch A1 dabei. „Die Kooperation darf noch nicht näher beschrieben werden“, erklärt Eigner“, prinzipiell unterstütze die Telekom Austria Marschpat aber bei Vertrieb und Entwicklung des Produkts. „Der Innovationsabteilung von A1 gefiel die Story, die traditionelle Blasmusik zu revolutionieren. Vor allem sahen sie das Potenzial, unsere Lösung auf andere Musikbereiche, wie z.B. den Musikschulen, zu erweitern“, so Rupprecht. „Mit A1 an unserer Seite können werden wir nun unser Produkt adaptieren und auch den Musikschulbereich mit einem digitalem Notenmanagement bedienen. Wir freuen uns sehr die nächsten Schritte gemeinsam mit A1 zu gehen.“

Disclaimer: startup300 und Michael Altrichter sind auch Investoren von Trending Topics.

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