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Magic Leap: So soll die gehypte Mixed-Reality-Brille funktionieren

© Magic Leap
© Magic Leap

Mit Investoren wie Google, Alibaba, Axel Springer und neuerdings AT&T (exklusiver Vertrieb über die Shops des Telekom-Riesen) an Bord sowie einer Bewertung von 6,3 Milliarden Dollar gehört das Mixed-Reality-Startup Magic Leap seit längerem zu den spannendsten Neuentwicklungen im Bereich von AR, VR und Mix Reality. Dazu kommt die magere Informationslage, wie das Headset, das eine Mischung aus Google Glass und Microsofts HoloLens werden soll, tatsächlich funktioniert. Umso mehr wurde spekuliert, was Magic Leap wirklich kann.

Zuerst für Software-Entwickler

Mit der „Magic Leap One Creator Edition“ soll nun diesen Sommer das erste Gerät auf den Markt kommen, mit dem Software-Entwickler ausprobieren können, was mit der Brille möglich ist. Prinzipiell soll sie die echte Welt mit virtuellen Elementen anreichern können, und der Träger des Headsets soll sehr natürlich via Gesten und Sprachbefehlen mit diesen Inhalten interagieren können. Einen Preis und einen genauen Starttermin hat die 2010 von Rony Abovitz gegründete Firma noch nicht genannt. Die „Magic Leap One“, die einen Nvidia Tegra X2-Prozessor hat, soll jedenfalls mehr als ein teures Smartphones kosten. Branchenexperten gehen von einem Preis um die 1.500 Dollar aus.

Developer, die sich für das Testgerät interessieren, sollten mit der Entwicklung mit Unity, Unreal oder C++ (Native C++ API) vertraut sein. Zur Entwicklung werden außerdem Macs (ab „El Capitan“) oder Windows-PCs mit Windows 7 oder Windows 10 benötigt und brauchen folgende Hardware-Specifikationen: 8GB RAM, 4 2.5 GHZ oder schneller sowie eine GPU, die kompatibel mit DirectX 9/OpenGL ist.

Diese Woche hat Magic Leap erste Einblicke gegeben, wie der Träger die Mixed Reality über das Headset wahrnehmen kann. Waren im Vorfeld sehr attraktive PR-Aufnahmen (z.B. von Elefanten in Menschenhänden oder virtuelle Wale, die Turnsälen aus dem Wasser springen) in Umlauf gebracht worden, zeigen sich einige Beobachter eher enttäuscht vom bis dato Gebotenen.

VR/AR-Brillen haben sich noch nicht durchgesetzt

Insgesamt ist das Geschäft mit VR- und AR-Brillen kein Leichtes. Google Glass wurde für den Konsumenten-Markt wieder eingestellt, Microsofts HoloLens ist ebenfalls noch lange kein Massenprodukt, und auch die Videobrille von Snapchat war trotz Marketing-Hypes kein echter Erfolg. Auch die großen Ambitionen, die Unternehmen wie Facebook oder Samsung bei VR-Brillen an den Tag legten, haben sich noch nicht in große Verkaufszahlen übersetzen lassen. Noch müssen Konsumenten vom echten Nutzen dieser Headsets überzeugt werden.

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