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Magentas 5G-Netz getestet: Sehr schnell, aber noch teuer

Magenta und Samsung haben heute in Wien zur Pressekonferenz geladen. Das Thema: 5G und wie es damit weitergeht. Ab sofort sind die ersten beiden kompatiblen Smartphones von Samsung in Österreich erhältlich, Magenta bietet außerdem seit kurzem die ersten „richtigen“ 5G-Tarife mit unlimitiertem Datenvolumen. Bis Ende des Jahres verdoppelt Magenta außerdem die 5G-Antennen, alleine in Wien werden elf Antennen aufgerüstet.

58 Antennen von Magenta soll es dann bis Jahresende in Österreich geben. Unter anderem kommen in den nächsten Tagen und Wochen noch Standorte wie Linz, Salzburg, Braunau, Graz, Klagenfurt, Leopoldsdorf oder Wels dazu. In Wien versorgt Magenta die Bezirke 3, 4, 8, 10, 12, 13 in absehbarer Zeit mit dem neuesten Mobilfunkstandard. In weniger dicht besiedelten Gebieten stehen die Antennen bereits seit einer Weile, immerhin soll die Republik bis etwa 2024 flächendeckend mit 5G versorgt werden. Der weitere Ausbau erfolgt dann laufend ab dem Jahr 2020.

Was bringt 5G?

Bei der Pressekonferenz im T-Center in Wien wurde eine Testumgebung geschaffen, um das volle Potenzial des Netzes zu veranschaulichen. Wir konnten die Geschwindigkeit vor Ort testen und erreichten mit einem Galaxy A90 tatsächlich über 1.000 Mbit/s. Das ist auf jeden Fall beeindruckend, die Vorteile für den Privatkunden (vor allem im städtischen Bereich) sind derzeit dennoch überschaubar. Die Entwicklung stimmt zwar Fall positiv, es bietet sich aber an, noch abzuwarten – bis die Preise fallen und das Netz wirklich die volle Bandbreite hergibt. Wer 5G nämlich schon nutzen will, muss in die Tasche greifen: Magenta bietet zwei passende Tarife, mit 55 beziehungsweise 67 Euro pro Monat sind diese aber nicht unbedingt günstig. Mit steigender Verbreitung sollten die Preise allerdings fallen. Derzeit erhält der Nutzer außerdem „nur“ bis zu 300 Mbit/s, im freien Feld ist derzeit noch nicht mehr möglich.

+++Wir haben Deutsche Telekom-Chef Timotheus Höttges gefragt, ob 5G auch Nachteile hat+++

Schnellere Downloads sind allerdings nicht der einzige Vorteil, wie uns Volker Libovsky, CTIO von Magenta, im Interview verrät: „Im ersten Schritt werden die geringeren Download- und Latenzzeiten für den Kunden spürbar werden. In der Folge werden aber Themen rund um das Cloud-Gaming, B2B-Anwendungen oder Industrieautomatisierung für Privatkunden und Businesskunden spannend werden. Wir können außerdem hohe Bandbreiten für Kunden in entlegenen Gebieten oder Campus-Lösungen (eigene 5G-Netzwerke für Betriebe etc, Anm.) bereitstellen“.

Man kann also davon ausgehen, dass 5G in den nächsten Jahren in Österreich flächendeckend verfügbar sind? „Ja, wir werden 5G flächendeckend in den nächsten zwei bis drei Jahren in Österreich ausrollen“, erklärt Libovsky die Pläne für die nähere Zukunft.

Samsung mit neuen Smartphones

Auch für Samsung ist der Schritt in Richtung flächendeckenden 5G-Ausbau wichtig: „5G spielt eine ganz wichtige Rolle für Samsung“, erklärt Marvin Peters, Director Mobile Samsung Österreich, „für uns ist das die Zukunft.“ Man werde auch mit den neuen Geräten sehr stark auf 5G setzen: „Wir haben bereits das Note 10 mit 5G im Portfolio, von dem wir hoffen, dass es auch in Österreich launchen können.“  Mit dem Galaxy S10 5G und dem Galaxy A90 5G sind die ersten beiden Smartphone-Modelle bereits erhältlich, das Galaxy Note 10+ 5G soll Anfang nächstes Jahr folgen.

Magenta bietet ab sofort die 5G-Tarife „Mobile Gold“ und „Mobile Platin“ in Kombination mit den beiden genannten Samsung-Smartphones oder dem Huawei Mate 20X 5G an.  An den 5G-Standorten können Magenta-Kunden außerdem ab sofort auch 5G für Zuhause nutzen, bis zu 500 Mbit/s sind damit möglich. Der Tarif heißt „Internet 5G 500“, inkludiert eine 5G-Box von HTC und schlägt mit 99,99 Euro im Monat zu Buche.

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