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2 Minuten 2 Millionen

Luke Roberts: 500.000 Euro für die „jungen Wilden der Leuchtenbranche“

Die Luke Roberts-Gründer Robert Kopka und Lukas Pilat. © Luke Roberts.
Die Luke Roberts-Gründer Robert Kopka und Lukas Pilat. © Luke Roberts.

Es gab gutes Feedback in der 2 Minuten 2 Millionen-Show, aber letztendlich dann doch kein Investment. Im Nachgang der Sendung hat das Wiener Startup Luke Roberts dann aber die Gespräche mit Runtastic-Mitgründer Florian Gschwandtner über einen bestehenden Investor aber wieder aufgenommen. Und so gibt es heute doch noch ein Investment für die Jungfirma mit der smarten Lampe zu berichten.

Und voilà: Es ist dann doch ein Investment geworden. Gschwandtner bzw. die 8eyes GmbH der Runtastic-Gründer, die Trivago-Gründer und deren CEO Rolf Schrömgens sowie die beiden Gründer von Masterplan.com Stefen Peukert und Daniel Schütt haben gemeinsam mit bestehenden Investoren die stolze Summe von einer halben Million Euro in das Startup mit der smarten Leuchte investiert. Zu den bestehenden Investoren zählen die Business Angels Dominik Greiner, Fedor Holz und Christoph Filnkößl. Bereits 2018 hat das Wiener Startup ein Investment von einer Million Euro erhalten (Trending Topics berichtete).

+++ Die Geschichte von Luke Roberts +++

Rund 1.500 Lampen verkauft

„Es ist schade, dass es nicht in der Show passiert ist“, sagt Luke Roberts-Mitgründer Robert Kopka im Gespräch mit Trending Topics. Doch man sei froh, dass man Gschwandtner, der in der TV-Show Interesse signalisierte, schließlich doch überzeugen konnte. Nun will die Firma mit zehn Mitarbeitern weitere Designs und Farben für die intelligente Lampe namens “ Model F“ produzieren und Lampenschirme als Zubehör bieten. Ende des Jahres soll es auch eine Stehleuchte von dem Startup geben, das bis dato rund 1.500 Stück seines ersten Produkts verkauft hat.

Die Smart-Home-Lampe von Luke Roberts. © Luke Roberts
Die Smart-Home-Lampe von Luke Roberts. © Luke Roberts

Die Lampen, die sich per App steuern lassen und mittels Lichtlenk-Technik Bereiche im Raum unterschiedlich hell ausleuchten kann, werden derzeit um rund 700 Euro online verkauft. „Wir sourcen nicht in Asien und verkaufen dann teuer in Europa. Wir sind eindeutig im Premium-Bereich zuhause“, sagt Kopka. Die Lampen werden aus Bauteilen von 16 Zulieferern (viele davon aus Österreich) übrigens in Floridsdorf in Wien endgefertigt und von dort an Kunden in Europa und Nordamerika ausgeliefert. Die meisten der Kunden sammelte Luke Roberts über Crowdfunding-Kampagnen vor einigen Jahren ein (Trending Topics berichtete).

Möglichkeiten für Sprachsteuerung

Derzeit sind es vor allem technik-affine Männer, die sich die smarte Leuchte bestellen. „Die meisten der Kunden haben schon Smart-Home-Anwendungen zu Hause“, sagt Kopka. Mit neuen Design, Farben und optionalen Lampenschirmen will ma künftig eine breitere Zielgruppe ansprechen. Außerdem soll die Integration in Google Home und Apples HomeKit die einfache Steuerung per Sprachbefehle ermöglichen.

Chancen auf mehr Wachstum sieht Kopka eindeutig. „Die Beleuchtungsbranche ist sehr altmodisch. Dieser Markt ist riesig, und wir kommen mit einem zeitgemäßen Produkt“, sagt der Mitgründer. Durch den Direktverkauf über den Web-Shop sei man nicht abhängig von der Listung im Fachhandel. „Wir sind die jungen Wilden der Leuchten-Branche.“

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