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loser.com verlinkt auf Wikipedia-Seite von Donald Trump

US-Präsident Trump. © Gerd Altmann auf Pixabay
US-Präsident Trump. © Gerd Altmann auf Pixabay

Wer loser.com im Browser eintippt, gelangt auf die Wikipedia-Seite von Donald Trump. Ganz neu ist der Witz nicht: Die Domain wird seit jeher für Scherze über prominente Personen verwendet. Wie so oft gilt: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Trump: „Werden gewinnen“

Angemerkt sei allerdings, dass Donald Trump diesen Scherz auch heraufbeschworen hat. Seit Tagen weigert sich der (noch) amtierende US-Präsident, den Wahlsieg seines Herausforderers Joe Biden anzuerkennen. Erst gestern twitterte er, er – beziehungsweise „wir“ – „werden gewinnen“. Experten glauben allerdings nicht daran, dass sich auch bei einigen Neuauszählungen am Endergebnis noch etwas ändern wird. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass Joe Biden Anfang nächsten Jahres ins Weiße Haus einzieht – sofern Donald Trump dieses freiwillig verlässt.

Andere „Opfer“ in vergangenen Jahren

Grund genug jedenfalls, die loser.com-Domain für Trump zu reservieren. Er darf sich wenigstens über andere prominente Opfer freuen, denen diese „Ehre“ zuteil wurde. Laut dem Standard wurde die Domain erstmals 2015 für eine Weiterleitung verwendet, damals traf es Kanye West – der sich ironischerweise auch zum Präsidenten wählen lassen wollte. Geworden sind es rund 60.000 Stimmen, auch hier wäre eine Weiterleitung also fast nochmal angebracht. 2016 war Hillary Clinton dran, später Craig Steven Wright, der behauptete, Bitcoin erfunden zu haben.

Wer hinter der Domain steckt ist übrigens unklar. Die Domain soll seit 1995 bestehen, Nachforschungen über den derzeitigen Betreiber werden sich entsprechend schwierig gestalten. Durchaus witzig ist die Weiterleitung auch in einem anderen Zusammenhang: Trump selbst bezeichnet seine Gegner – und alle, die ihm nicht wohl gesonnen sind – gerne als Verlierer. Das beweist auch ein Zusammenschnitt der Daily Show:

TikTok-User mit Scherzanrufen

Auf TikTok hat man sich in der Zwischenzeit einen anderen Weg überlegt, der Trump-Administration das Leben schwer zu machen. Eine eigenes eingerichtete Hotline, die eigentlich dafür gedacht ist, Beobachtungen von vermeintlichen Wahlbetrügen zu melden, wird mit zahlreichen Scherzanrufen bombardiert.

@jenny_jenny_jen_jen

they hung up on me counteveryvote #byedon obeseturtle

♬ original sound – jennyjenjen

Die Hotline sorgte vermehrt für Kritik und Experten gehen auch nicht davon aus, dass gesammelte Telefonanrufe ohne jeglichen Beweis für einen Betrug als ebensolcher gelten werden.

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