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Ethereum: London-Upgrade hat noch keine deflationäre Wirkung entfaltet

Ethereum. © DrawKit Illustrations on Unsplash
Ethereum. © DrawKit Illustrations on Unsplash

Das London-Upgrade der Ethereum-Blockchain vor gut einem Monat entfaltet seine Wirkung. Zwar ist noch keine Deflation eingetreten, wie von vielen erwartet, wurde, doch jedenfalls wurde die Inflation verlangsamt. Das geht aus einem neuen Report hervor, den das Huobi Research Institute rund um Li Lianxuan veröffentlicht hat. Die Forschungsstelle gehört, wie am Namen ersichtlich, zur börsennotierten Huobi-Gruppe, die eine große Krypto-Exchange betreibt.

Das lang erwartete London-Upgrade, das vor allem EIP-1559 beinhaltete, habe „keine Deflation bei Ethereum verursacht, aber es ist ihm gelungen, die Inflation zu verlangsamen, wenn man den täglichen Output und Burn von Ethereum betrachtet“, heißt es in dem Bericht. Generell sorgt EIP-1559 bei Ethereum dafür, dass weniger neue ETH-Token auf den Markt kommen, weil es nunmehr Token-Burns gibt. Das hat bis dato aber nicht für Deflation gesorgt.

Das Huobi Research Institute beobachtet in seiner Analyse aber andere Auswirkungen. So ist nach dem London-Upgrade die Menge an neuen ETH im Markt deutlich gesunken, und die Transaktionsgebühren unterliegen nicht mehr so starken Schwankungen wie zuvor:© Huobi Research Centre

© Huobi Research Centre

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„Erstens sind die Ethereum-Netzwerkgebühren nicht signifikant gesunken. Der Grund dafür ist, dass das von Marktbeobachtern vorgeschlagene Modell der „Steuerverzerrung“ nicht auf den Gas-Handelsmarkt zutrifft und dass die Motivation hinter EIP-1559 darin bestand, die Effizienz zu verbessern und nicht die Preise zu senken“, heißt es in dem Bericht.

Und weiter: „Zweitens kann EIP-1559 dazu beitragen, Probleme mit Transaktionsstaus zu lösen. Seit dem London Fork hat sich die Blockkapazität deutlich erhöht, was die Probleme mit Transaktionsengpässen bis zu einem gewissen Grad lindern kann. Der Hauptgrund für den Anstieg der Blockkapazität ist die Preisformel für die Grundgebühr, durch die die durchschnittliche Blockauslastung von 50 % auf 51,7 % gestiegen ist.“

Wieder richtig spannend wird es werden, wenn Ethereum vollends auf seine Version 2.0 umgestellt wird und damit von Proof of Work zu Proof of Stake wechselt und über Shardchains viel mehr Transaktionen als schafft als heute. Das könnte sich dann deutlich auf das Netzwerk und die Preisbildung von ETH auswirken.

Ethereum: London-Upgrade kann deflationäre Wirkung entfalten

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