Kickstarter-Kampagne

Livin Farms: Zwei Österreicherinnen wollen ihre Kunden zu Hause Mehlwürmer zum Essen züchten lassen

Sharing is caring:

Nussig bis neutral - so sollen Mehlwürmer schmecken. © Livin Farms

Für die einen einigermaßen absurd, für die anderen die Zukunft der Ernährung: Seit heute haben die beiden Österreicherinnen Katharina Unger und Julia Kaisinger eine Kickstart-Kampagne am Laufen, mit der sie 100.000 US-Dollar für ihre Mehlwurm-Farm „Livin Farms Hive“ sammeln wollen. Richtig gelesen: Unger und Kaisinger wollen Insekten als Nahrungsmittel für den Menschen etablieren und gehen davon aus, dass es Konsumenten gibt, die sich Mehlwürmer zu Hause zum Eigenverzehr züchten wollen. Zuvor haben die beiden schon auf sich aufmerksam gemacht, als sie mit ihrem Unternehmen Livin Farms eine Fliegenfarm entwickelten, die Insekten als Nahrungsergänzung abwerfen sollte.

Pro Woche soll in dem neuen Gerät, das aus verschiedenen Laden für die unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Mehlwürmer sowie aus Sensoren und Heizelementen besteht, 200 bis 500 Gramm an Nahrung gezüchtet werden können. Zum Verzehr, so die Livin-Gründerinnen, solle man die Mehlwürmer wie normales Fleisch behandeln. Der Geschmack der Würmer wird als neutral bis nussig beschrieben, und sie sollen sehr proteinreich sein.

Die Mehlwurm-Farm für Zuhause. © Livin Farms
Die Mehlwurm-Farm für Zuhause. © Livin Farms

Lieferung ab November 2016

Wer die Kickstarter-Kampagne mit Geld unterstützt, hat die Chance, sich eine Mehlwurm-Farm ab 450 US-Dollar vorzubestellen. Für die Kundschaft halten Unger und Kaisinger einen Blog sowie eine Smartphone-App bereit, in denn es Rezeptideen gibt. Die große Vision: Livin Farms soll die Food-Revolution ankurbeln und dabei helfen, die Menschheit vom ressourcenintensiven Fleischkonsum wegzuführen. Wer am Geschmackserlebnis zweifelt, kann sich übrigens um 25 US-Dollar eine Kostprobe von 50 Gramm bestellen. Wer sich dann tatsächlich für die Mehlwurm-Farm entscheidet, soll sie voraussichtlich im November 2016 geliefert bekommen.

Die beiden Gründerinnen Katharina Unger und Julia Kaisinger. © Livin Farms
Die beiden Gründerinnen Katharina Unger und Julia Kaisinger. © Livin Farms

Unger und Kaiser sind Absolventinnen der Universität für Angewandte Kunst in Wien und beschäftigen sich schon seit längerem mit alternativen Nahrungsmitteln. Von der Idee mit der Fliegenfarm sind sie abgekommen, Mehlwürmer lassen sich den beiden zufolge auf weniger Raum und deswegen effizienter züchten. Wie immer bei Kickstarter-Projekten ist zu berücksichtigen, dass der angestrebte Betrag nicht immer zusammenkommt oder dass es zu Verzögerungen bei Umsetzung, Produktion und Lieferung kommen kann.

Springe zu:

Mehr Stories

Be smart and nice ;)

Ganzen Artikel lesen