Übernahme

Linzer Software-Firma dataformers macht den Exit nach Deutschland

Thomas Gratz und Wilfried Mausz von dataformers. © dataformers
Thomas Gratz und Wilfried Mausz von dataformers. © dataformers

Und wieder schlägt ein deutsches Unternehmen in Österreich zu: Nachdem wie berichtet das Wiener Startup Sixfold von Transporeon übernommen wurde, gibt es schon die nächste Meldung. Diesmal geht es um die Linzer Software-Firma dataformers, die 2009 gegründet wurde, auch Standorte in Wien und Eisenstadt hat und etwa Wikifolio, Keba oder die Post zu den Kunden zählt. Sie wird jetzt vom deutschen börsennotierten IT-Dienstleister Bechtle übernommen. Die Kartellbehörden müssen der Akquisition noch zustimmen.

dataformers wird als Tochterunternehmen des Bechtle IT-Systemhauses Österreich in die Bechtle-Gruppe integriert, der Markenname bleibt erhalten. Die 55 Mitarbeiter, darunter 35 Softwareentwickler, werden fortan auch die Möglichkeit haben, an die bestehenden Kundenbeziehungen aller Bechtle-Standorte in Österreich anzuknüpfen. Über den Kaufpreis gibt es keine Informationen, aber man kann ihn sich in etwa vorstellen: dataformers erzielte 2019 einen Umsatz von 5,5 Millionen Euro – eine Übernahmesumme im zweistelligen Millionenbereich erscheint somit als durchaus möglich.

Ergänzung für Infrastrukturgeschäft

„dataformers ist eine hochmoderne Ergänzung zu unserem starken Infrastrukturgeschäft. Unsere Kunden können wechselseitig von den jeweils dazugewonnenen Kompetenzen profitieren. Ich freue mich auch persönlich sehr, 55 engagierte und hervorragend ausgebildete Spezialisten unter dem Dach von Bechtle willkommen zu heißen. Sie sind eine tolle Bereicherung unseres sehr erfolgreichen Teams“, sagt Robert Absenger, Geschäftsführer Bechtle IT-Systemhaus Österreich.

Die beiden bisherigen geschäftsführenden Gesellschafter von dataformers, Thomas Gratz und Wilfried Mausz bleiben weiterhin in ihren leitenden Funktionen im Unternehmen. dataformers ist die mittlerweile hundertste Firma, die von Bechtle übernommen wurde. Bechtle ist mit Mit 75 IT-Systemhäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie mit 24 IT-Handelsgesellschaften in 14 Ländern Europas vertreten, die Börsenbewertung liegt bei etwa sieben Milliarden Euro.

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen
Corona-Krise