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Hagenberger Krypto-Startup Blockpit hat es ins Programm von 500 Startups geschafft

Blockpit hilft bei der Krypto-Steuer. © Florian Wimmer
Blockpit hilft bei der Krypto-Steuer. © Florian Wimmer

Das Hagenberger Krypto-Startup Blockpit hat es in den renommierten US-Accelerator von 500 Startups geschafft. Der early stage VC ist in mehr als 2.000 Startups investiert, darunter etwa Udemy, WePay oder Canva. In dem herkömmlichen Seed-Programm vergibt 500 Startups Tickets über 150.000 Dollar und nimmt dafür 6 Prozent der Firmenanteile. Blockpit nimmt allerdings als eines von sechs Startups an der neu geschaffenen „Summer School for Blockchain“ teil: „Es ist ein Pilotprojekt für 500 Startups, hier werden erstmals auch Token-Beteiligungen in Erwägung gezogen“, erzählt Florian Wimmer, der Blockpit gemeinsam mit Mathias Maier gegründet hat.

2019 wird Blockpit teilweise kostenpflichtig

Das Startup hat eine Plattform entwickelt, die Steuern auf Kryptogewinne berechnet. Im Jänner ging Blockpit live, mittlerweile gibt es rund 3.000 Nutzer. Und das, obwohl sich die App immer noch in einem Beta-Stadium befindet. „Wir wollen jetzt erst einmal eine Community aufbauen“, sagt Wimmer. Im Frühjahr 2019 wird die Plattform fertig sein und dann teilweise kostenpflichtig.

Wenn die „Summer School“ bei 500 Startups abgeschlossen ist, startet am 20. Oktober der Public Sale des ICOs von Blockpit. Der Token soll dann in der fertigen App 2019 zum Einsatz kommen, um Premium-Funktionen nutzen zu können. Wimmer: „Der Token ist ein Application Access Token. Man muss also unseren Token halten, um Features freizuschalten. Je komplexer dein Setup ist, desto mehr Token brauchst du“.

Reporting an Behörden, ohne Wallets offenzulegen

Der Private Sale für strategische Investoren läuft bereits und zwar sehr gut. „Wir können die nächsten eineinhalb Jahre gut finanzieren“, so der Blockpit-Gründer. Das Geld wird vor allem in die technische Entwicklung fließen, denn da hat das Startup noch einiges vor. Nächstes Jahr will die App ein von Nutzern oft kommuniziertes Problem beheben: Viele Nutzer haben Vorbehalte, Behörden Wallets offenzulegen, was ein automatisches Reporting schwierig macht. Das will Blockpit mit einem „Zero Knowledge Tax Reporting“ lösen, eines der Features, das nächstes Jahr mit dem Token freigeschaltet werden kann. Wimmer:  „Wir haben eine Blockchain-Technologie entwickelt, dass es uns ermöglicht, zu beweisen, dass die Berechnung korrekt ist, ohne die dahinter liegenden Daten freigeben zu müssen. Die Blockchain stellt sicher, dass keine Manipulation stattgefunden hat.“

Integration in Finanz Online kommt

Das Hagenberger Startup will mittelfristig einen Standard entwickeln, der von Behörden in vielen Ländern akzeptiert wird. Ein Ziel, das nicht unerreichbar scheint, denn in Österreich arbeitet Blockpit bereits mit dem Finanzministerium zusammen. „Wir wollen einen direkten Import der Daten in Finanz Online umsetzen“, erklärt Wimmer. Die Schiene dafür hat das Bundesrechenzentrum gelegt, das über die Initiative „Kettenbruck“ die Zusammenarbeit von Behörden und Startups fördern will (Trending Topics berichtete).

Der Fokus soll vorerst also auf dem österreichischen Markt liegen. Die Aufnahme bei 500 Startups sieht Wimmer aber trotzdem als Chance, auf dem US-Markt zumindest einmal vorzufühlen: „Beim US-Markt waren wir bisher sehr vorsichtig. Dass ein Amerikaner ein europäisches Tool nutzt, ist sehr unwahrscheinlich. Unsere Strategie wäre gewesen, über eine Integration einer bestehenden Buchhaltungssoftware den US-Markt anzugehen. Mit 500 Startups ergeben sich da aber neue Möglichkeiten, weil die wirklich ein großes Netzwerk haben. Jetzt trauen wir uns vielleicht, etwas aggressiver in dem Markt zu starten“.

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