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Hidden Champion

Lingohub: Linzer Übersetzer-Software bekommt 600.000 Euro Förderung

Helmut Juskewycz (Gründer & CEO), Markus Merzinger (Gründer & Entwickler), Aissatou A. Fall (Entwickler). © LingoHub
Helmut Juskewycz (Gründer & CEO), Markus Merzinger (Gründer & Entwickler), Aissatou A. Fall (Entwickler). © LingoHub

Die oberösterreichische Software-Firma LingoHub ist ein echter Hidden Champion. Es ist mittlerweile vier Jahr her, als wir von dem damaligen Startup berichteten, dass anderen Unternehmen dabei hilft, ihre Webseiten und Apps in viele andere Sprachen zu übersetzen. Zu den Kunden zählen neben österreichischen Unternehmen wie Runtastic oder Erste Bank etwa auch der Streaming-Riese Spotify aus Schweden.

Nun meldet sich LingoHub von CEO Helmut Juskewycz zurück. Das Unternehmen hat für sein Forschungsprojekt “Linguist – Translation Quality Analysis” eine Förderung der FFG in der Höhe von 600.000 Euro erhalten. Gemeinsam mit der FH Hagenberg soll in den nächsten zwei Jahren ein virtueller Assistent für die Qualitätsanalyse von Übersetzungen gebaut werden. Mit Hilfe von AI sollen dabei Fehler automatisch erkannt werden können.

Lokalisierung von Online-Diensten

“Früher wurden Textdateien oder Excel-Files zwischen Entwicklern und Übersetzern hin und her geschickt und mittels Copy/Paste in das System kopiert. Das ist nicht nur eine große Fehlerquelle, sondern auch sehr ineffizient”, so LingoHub-Chef Juskewycz. Mit der Cloud-Software seine Firma gehe das viel unkomplizierter, man könne Übersetzungen unkompliziert in über 30 Sprachen bestellen. Wichtig ist das für Firmen etwa dann, wenn sie ihre Online-Präsenzen in vielen verschiedenen Sprachen gleichzeitig updaten wollen.

LingoHub will sich mit Hilfe der FFG-Förderung weiter als Standard für die Lokalisierung von Online-Diensten positionieren und sieht sich dabei als Management-System. Bei den Übersetzungen sind es nach wie vor Menschen, die die Texte eingeben – schließlich ist Kreativität gefragt. Im Hintergrund arbeitet LingoHub aber etwa mit der Übersetzungs-Software von DeepL oder Google Translate, um den Nutzern bei den Übersetzungen zu helfen.

Für die Nutzung von LingoHub bezahlt man monatlich. Ab 50 Euro pro Monat kann man den Dienst verwenden – je nachdem, wie viele Textsegmente man bearbeiten will und wie viele Nutzer einen Account brauchen, kann die monatliche Gebühr aber auch höher sein.

Juskewycz hat LingoHub 2012 gemeinsam mit Markus Merzinger gegründet. Das Unternehmen gehört Laut Firmenbuch Juskewycz zu 100 Prozent. Investoren wurden demnach über all die Jahre nicht an Bord geholt.

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