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Co-Founder und CEO Linder verlässt in Wien gegründetes Scale-up Zoovu

Markus Linder ist Co-Founder von Smartassistant, das heute Zoovu heißt © Linder
Markus Linder ist Co-Founder von Smartassistant, das heute Zoovu heißt © Linder

Das Wiener Startup Smartassistant gehört wohl zu den größten heimischen Erfolgsgeschichten, die viel zu selten erzählt werden. Aus der 2006 von Studenten gegründeten Firma ist mittlerweile ein international tätiges Unternehmen geworden, das unter dem Namen Zoovu seinen Hauptsitz in London hat. Bei einer Wachstumsrate von über 100 Prozent, beschloss Mitbegründer und CEO Markus Linder die Führung des Unternehmens abzugeben und sich zurückzuziehen, wie er im Gespräch mit Trending Topics verrät.

Von 100 auf 1.000 Mitarbeiter mit Rob Mullen

Es war der Punkt erreicht, an dem es darum gehe, „ein Unternehmen von 100 auf 1.000 Mitarbeiter zu bringen“, erklärt Linder, der Smartassistant vor mehr als zehn Jahren gemeinsam mit Martin Schliefnig, Christian Weiss (2014 ausgeschieden) und Svetlana Hollerer gegründet hat. Für diesen nächsten Schritt in der Unternehmensentwicklung hat Zoovu mit Rob Mullen einen erfahrenen CEO an Bord geholt.

+++ Aus Smartassistant wird Zoovu: Wie ein Wiener Startup einen Millionen-Deal landete +++

Der Brite, der lange in den USA gearbeitet hat, kam bereits 2018 zu dem ursprünglich österreichischen Scale-up. Mullen ist selbst Director bei dem britischen Blockchain-Startup Clearmatics, war bei der Beteiligungsgesellschaft Francisco Partners tätig und hat „einen langen Track Record im Wachsen von SaaS-Businesses“, wie Linder betont. „Er hat auch schon zwei IPOs mit einer gemeinsamen Marktkapitalisierung von über 2,5 Milliarden Dollar hinter sich“.

Ob für Zoovu nun auch ein Börsengang anstehe? Der Co-Founder, der laut eigenen Angaben noch im zweistelligen Prozentbereich beteiligt ist, bleibt bei der Antwort wage. Er wolle dem Unternehmen nun nicht „vom Founder’s Balcony“ aus gute Ratschläge erteilen.

Anderen Startups helfen und vielleicht wieder gründen

Linder selbst macht jetzt erst einmal Urlaub. Etwa ein Jahr hat er für seine Auszeit eingeplant, in dem er viel Zeit mit seiner Familie verbringen will. Was danach kommt stehe noch nicht fest. Er könne sich aber gut vorstellen, wieder zu gründen: „Mir persönlich hat es sehr viel Spaß gemacht, eine Vision zu entwickeln und Menschen dafür zu begeistern“. Es gebe noch sehr viele Herausforderungen, die nach Lösungen schreien würden. „Wenn die richtige Idee kommt, kann ich mir gut vorstellen, mir das noch einmal anzutun: Diesen Stress und dieses wilde Leben“.

Fix ist jedenfalls, dass Linder anderen Startups in ihrer frühen Phase helfen will. „Es melden sich jetzt vermehrt Startups und ich bekomme öfters Intros. Es spricht sich langsam herum, dass ich wieder mehr im Lande bin“, sagt der Unternehmer, konkrete Projekte habe er als Business Angel aber noch nicht angenommen.

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