Channel

Mobility

Urban Air Mobility

Lilium & Volocopter: Deutsche Startups lassen die Flugtaxis steigen

Das 2X-Modell von Volocopter. © Nikolay Kazakov for Volocopter
Das 2X-Modell von Volocopter. © Nikolay Kazakov for Volocopter

Es mag noch ein paar Jahre dauern, bis so genannte eVTOLs gebucht werden können, um in Metropolen schnell zum Flughafen oder anderen Hotspots zu reisen. Für zwei deutsche Startups ist die Vision jedenfalls klar: Lilium aus Bayern und Volocopter aus Baden-Württemberg gehören zur Speerspitze jener Firmen, die das Thema Flugtaxis international vorantreiben.

So hat Volocopter seinen ersten bemannten Testflug in Singapur absolviert. Noch sind die Daten zum Flug bescheiden: Das Modell 2X ist in der Höhe von rund 40 Metern in zwei Minuten eine Strecke von 1,5 Kilometern über die Marina Bay geflogen. Das deutsche Startup, das sich erst im September 50 Millionen Euro Investment unter anderem vom chinesischen Autokonzern Geely holte, setzt stark auf den südostasiatischen Stadtstaat. Dort entsteht auch ein erster VoloPort – also ein Flughafen für die Flugtaxis, wo das Boarding der Passagiere und das Aufladen der Elektroakkus passiert.

+++ Hinter dem Hype: Wohin und mit wem Flugtaxis wirklich fliegen werden +++

Bereits 2021 will die Firma den kommerziellen Betrieb in Singapur aufnehmen – wenn das gelingt, dann wäre die Millionen-Metropole das erste Land der Welt, das den regulären Betrieb von Flugtaxis erlaubt. Unterstützer hat Volocopter jedenfalls gefunden: Das Verkehrsministerium, die „Civil Aviation Authority of Singapore“ (CAAS) und das Economic Development Board (EDB) arbeiten bereits mit den Deutschen zusammen. Auch Daimler und Intel gehören zu den Investoren des Startups.

Während Volocopter auf dem asiatischen Markt vorprescht, arbeitet der Mitbewerber Lilium aus München emsig daran, die Tests und die Produktion seiner Fünfsitzer-Jets voranzubringen. Das erklärte Ziel ist, bis 2025 weltweit an mehreren Standorten einen regulären Passagierbetrieb anbieten zu können. In den jüngsten Tests flog der elektrische Mini-Jet mehr als 100 km/h, doch noch sind keine Menschen an Bord. Aus Sicherheitsgründen wird das Flugtaxi vom Boden aus ferngesteuert. Ziel ist jedenfalls, eine Geschwindigkeit von 300 km/h zu schaffen und damit schneller und weiter fliegen zu können als die Konkurrenz.

+++ Nein, Flugtaxis werden nicht überall landen. Sie brauchen eigene Mini-Flughäfen. +++

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen