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Lilium: Das deutsche Flugtaxi-Startup ist jetzt im Club der Unicorns

© Lilium
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Baillie Gifford – das ist nicht der Name einer einzelnen Person, sondern der Name einer seit mehr als einem Jahrhundert tätigen Investmentgesellschaft mit Hauptsitz in Schottland. Baillie Gifford ist auch dafür bekannt, in Amazon, Tesla, Airbnb, Spotify oder SpaceX investiert zu haben. Und nun ist es Baillie Gifford, die das Münchner Startup Lilium zum Unicorn macht.

Denn der neue Investor pumpt 35 Millionen Dollar in die deutsche Firma, die ein autonomes, elektrisch betriebenes Flugtaxi entwickelt, und bewertet es mit mehr als einer Milliarde Dollar. Das berichtet Techcrunch mit Bezug auf wohl informierte Quellen aus dem Umfeld des Unternehmens. Damit steigt Lilium fünf Jahre nach der Gründung in den Club der europäischen Einhörner auf.

Insgesamt hat Lilium, 2015 von Daniel Wiegand (CEO), Sebastian Born, Matthias Meiner und Patrick Nathen gegründet, nun 375 Millionen Dollar Risikokapital aufgenommen. Zu den bisherigen Investoren zählen neben Frank Thelens Freigeist auch der europäische Vorzeige-Investor Atomico oder Tencent aus China.

Prototyp zerstört

Klar ist weiterhin, dass sich Lilium noch in einem frühen Stadium der Entwicklung befindet. Der kommerzielle Betrieb für Emissions-freie, regionale Luftfahrt soll erst 2025 starten – zuvor wurde noch ein früherer Start angepeilt. „Die Gelder, die während dieser Runde aufgebracht wurden, geben uns die Sicherheit, das schwierige wirtschaftliche Umfeld, das wir um uns herum sehen, zu überstehen, und wir sind dankbar, dass wir uns weiterhin voll auf unsere Mission konzentrieren können“, heißt es seitens Christopher Delbrück, CFO bei Lilium.

Aber schon vor der Corona-Krise gab es Rückschläge für das Startup. Wie berichtet wurde bei einem Brand Anfang März einer von zwei Prototypen des Flugtaxis vernichtet. Generell wollen die Münchner es ermöglichen, dass die Flugtaxis autonom fliegen – doch in einem ersten Schritt soll ein Pilot in den Flugzeugen sitzen. Für das Unternehmen arbeiten zur Zeit 450 Menschen.

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