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Liimtec erhält sechsstelliges Investment für Hosentaschen-Defibrillator „PocketDefi“

Rettung in letzter Sekunde. © Liimtec
Rettung in letzter Sekunde. © Liimtec

„Es gibt kaum Investoren, die Med-Tech und Hardware anfassen wollen, schon gar nicht in der Kombi. Dazu braucht man einen langen Atem, den viele nicht haben, und es Bedarf anfangs höher dotierte Runden, weil der Finanzierungsbedarf anfangs groß ist.“ Das sagte uns Doris Gaal von Liimtec vor etwas mehr als einem halben Jahr.Das Grazer MedTech-Startup Liimtec mit aktuell zehn Mitarbeitern bastelt an dem mobilen Lebensretter PocketDefi. Vor einigen Monaten wurde bekannt, dass Mobilfunker Drei mit Liimtec zusammenarbeiten will.

Jetzt sichert sich das Startup mithilfe der primeCROWD ein mittleres sechsstelliges Investment von Privatanlegern und Business-Angels. Mit dem zusätzlich zur FFG-Förderung eingesammelten Geld werden die Fertigstellung und das Zulassungsverfahren des handlichen Defibrillators finanziert.

10.000 Österreicher sterben Jahr für Jahr an plötzlichem Herztod

Das Team von Liimtec will das Risiko des plötzlichen Herztodes durch die Entwicklung mobiler Lebensretter verringern. Jährlich sterben weltweit rund 17 Millionen Menschen an den Folgen eines Herzversagens. In Österreich sind es rund 10.000 Menschen jedes Jahr. Reanimation und gezielte Stromstöße über Defibrillatoren innerhalb der ersten drei Minuten erhöhen die Überlebenschance bei Herzversagen um 80 Prozent. Das Grazer Unternehmen will den kleinsten Defibrillator der Welt entwickeln.

Um der Zahl an Sterbefällen entgegenzuwirken gibt es AEDs (automatisierte, externe Defibrillatoren), die im öffentlichen Raum angebracht wurden und von jedem, der einen braucht, benutzt werden können. Nach Auskunft des Bundesministeriums für soziale Sicherheit und Generationen dürfen seit 2002 auch Laien, das heißt Personen ohne entsprechende Ausbildung, jederzeit defibrillieren und so Kammerflimmern behandeln.

Defibrillator für die Hosentasche

Da sich die Mehrzahl aller akuten Herznotfälle jedoch unterwegs auf Reisen, während einer Bergtour oder zu Hause ereignet, ist ein Defibrillator meist nicht griffbereit. Mit dem mobilen Defibrillator, der in Handtaschen und Rucksäcke passt, richtet sich das Startup an Risikopatienten, Ärzte und Sanitäter. Nun konnte Liimtec mit Hilfe der primeCROWD 17 Privatinvestoren und BusinessAngels überzeugen.

„Mit dem Investment können wir nun unser Produkt fertigstellen und das Zulassungsverfahren starten. Weil wir für diese Verfahren aber noch zusätzliche Mittel brauchen, planen wir eine Crowdfunding-Kampagne im Oktober“, sagt Jasper Ettema, Gründer und Geschäftsführer der Liimtec GmbH.

Eurosignal TRITEC als Partner

Herbert Pehofer, der Alleingesellschafter und Geschäftsführer der Eurosignal TRITEC Handels-GmbH, stattet Einsatzfahrzeuge mit mobiler Signal-, Warn- und Alarmtechnik aus. Pehofer ist daher als Business-Angel ein passender Partner für den mobilen Lebensretter. Seit rund vier Monaten arbeitet primeCROWD gezielt mit Business-Angels und Venture Capital Fonds zusammen, die die Startups durch ihre Erfahrung und ihr meist weitreichendes Netzwerk zusätzlich betreuen und unterstützen können. Durch das Lead-Investoren-Modell erhalten somit alle die Möglichkeit, sich an der Seite von erfolgreichen Business-Angels an Startups zu beteiligen.

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