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Lifestage: Die neue Facebook-App für Teenies ist nicht der Angriff auf Snapchat, für den ihn alle halten

© Facebook

Der Aufstieg der Social-Video-App Snapchat lässt Mark Zuckerberg keine Ruhe. Mit Apps wie Poke und Slingshot, Funktionen wie verschwindende Nachrichten im Messenger und zuletzt der Kopie der 24-Stunden-Stories bei Instagram versuchte sein Unternehmen in der Vergangenheit immer wieder, Snapchat nachzuahmen. Bisher erfolglos, schließlich besagen Umfragen, dass Snapchat bei Jugendlichen mancherorts bereits beliebter ist als Facebooks Angebote.

Ein 19-Jähriger soll das jetzt richten. Mark Zuckerberg persönlich holte das Digital-Talent Michael Sayman, der mit Bilder-Quizz-App 4Snaps bereits einen kleinen Hit ablieferte, zu sich. Sein Werk heißt Lifestage, eine App für das iPhone, die sich gezielt an Nutzer bis 21 Jahre richtet. In gewisser Weise versucht Lifestage, die frühen Tage von Facebook zu imitieren, indem es ausschließlich Schüler von der selben Schule miteinander vernetzt. Facebook war in seinen ersten Jahren nur an ausgewählten Schulen und Colleges verfügbar, bevor es für alle zugänglich gemacht wurde.

Video im Zentrum

Anstatt wie bei Facebook Informationen per Text einzugeben, dreht sich bei Lifestage alles um Video. Man postet kurze Clips, die von der App zu einem Video-Profil zusammengestöpselt werden. Anschließend geht es darum, sich den anderen in kurzen Videos zu präsentieren – etwa darüber was man mag („Like“), was man nicht mag „(Dislike“) oder wie man tanzt. Auffallend ist, dass es keine Möglichkeit gibt, andere direkt zu kontaktieren. Lediglich einen Link zu seinem Profil auf Instagram, Snapchat, etc. kann man angeben.

Der unspektakuläre Launch der App und die Nicht-Integration von Facebook (man braucht kein Profil, um sich in Lifestage anzumelden), sind deutliche Hinweise darauf, dass Lifestage nicht als Snapchat-Rivale positioniert ist. Stattdessen erhofft sich Zuckerberg, wieder ein Gefühl für jüngere Nutzer zu bekommen – und sie anschließend mit Funktionen zu versorgen, die ihnen gefallen. Insofern ist Lifestage eine Art ausgelagertes Forschungsprojekt, bei dem Nutzer sich zumindest eines gewiss sein können: Ihr Nutzungsverhalten wird von den Facebook-Servern aufs Genaueste analysiert.

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