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Libra: Widerstand gegen den „Facebook-Coin“ formiert sich

© Libra Association
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Eine digitale Währung die auf der ganzen Welt verwendet werden kann – mit diesem Plan hat die Libra Association, hinter der Facebook und 27 weitere Partner stehen, diese Woche Schockwellen durchs Netz gesendet. Nun formiert sich Widerstand gegen die Pläne. Mark Carney, Chef der Bank von England, sagte gegenüber der BBC, dass alle großen Zentralbanken das Projekt von Facebook, PayPal, Visa, Mastercard und Co kontrollieren müssten.

Auch der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, warnte bereits solchen Stablecoins, wie sie die Libra Association mit Sitz in der Schweiz plant. Es gebe Gefahren für Verbraucher, „insbesondere gibt es die Frage, wie der Wert von Stablecoins garantiert werden kann.“ Bei Facebook sollen die Libra-Token, die sich Nutzer ab dem ersten Halbjahr 2020 kaufen können sollen, durch einen Korb aus verschiedenen Währungen (z.B. Dollar, Euro) und Staatsanleihen gedeckt sein.

G7 richten Taskforce ein

Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau sagte bereits, dass „Offenheit gegenüber Innovationen auch mit Entschlossenheit bei der Regulierung“ einhergehen müsse. Frankreich hat derzeit den Vorsitz in der G7-Staatengruppe, nun wollen die sieben führenden Industriestaaten eine eigene Arbeitsgruppe zum Thema Kryptowährungen einrichten. Die Taskforce soll von Benoit Coeure, einem EZB-Direktor, geleitet werden, wie Reuters berichtet.

Die russische Presse berichtet derweil, dass Libra in Russland möglicherweise nicht legalisiert werden könnte. Der Vorsitzende des Ausschusses der Staatsduma für den Finanzmarkt, Anatoly Aksakov, sagte in einem Radio-Interview, dass er glaube, dass die Kryptowährung in dem Land verboten werden würde. Dass Russland ein Problem mit der Libra Association haben könnte, liegt auf der Hand: Sie wird derzeit von großen US-Unternehmen dominiert.

Die indische Economic Times berichtet, dass Libra in Indien nicht verfügbar gemacht werden könnte. Denn in Indien ist der Handel mit Kryptowährungen auf Internet-Plattformen 2018 verboten worden. Demnach stehen Facebook und Konsorten noch harte Zeiten ins Haus, wenn es darum geht, Libra global verfügbar zu machen.

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