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Lexogen: Wiener BioTech ermöglicht Corona-Massenscreenings ab Ende September

Wirtschaftsministerin Schramböck bei Hexogen im Labor. © FFG
Wirtschaftsministerin Schramböck bei Hexogen im Labor. © FFG

Derzeit werden erlaubt die bestehende Laborkapazität in Österreich pro Tag etwa 15.000 Corona-Tests. Doch um sich für den Herbst und Winter zu rüsten, müssen in Schulen, der Gastronomie oder in Tourismusbetrieben viel mehr Tests pro Tag durchgeführt werden, um möglichst viele Fälle erwischen zu können. Auch das regelmäßige Screening von Spitälern, Pflege- und Seniorenwohnheimen wird sehr wichtig werden.

Helfen kann dabei ein 2007 in Wien gegründetes BioTech-Unternehmen namens Lexogen. Dieses hat eine Förderung im Rahmen des „Corona Emergency Call“ der Bundesregierung bekommen und über den Sommer ein Corona-Massenscreening entwickelt. Mit „Next Generation Sequencing“ (NGS) soll ein echtes Massenscreening von 36.000 Corona-Tests pro Tag und pro Labor ermöglicht werden. Verläuft alles nach Plan, so soll das neue Verfahren bereits ab Ende September einsetzbar sein. Derzeit werden noch Validierungen in Labors in Italien und Kanada gemacht.

Das von Lexogen in Entwicklung befindliche Massenscreening sei in der Anwendung deutlich günstiger als die linearen PCR-Tests und ermögliche einen höheren Durchsatz, da durch ein schrittweises Indizieren und „Pooling“ eine sehr große Anzahl von Proben parallel gescreent werden kann, heißt es seitens der Forschungsförderungsgesellschaft, die den „Corona Emergency Call“ vergeben hat (Trending Topics berichtete).

„Testkapazitäten spürbar ausbauen“

„Damit könnten die Testkapazitäten österreichweit spürbar ausgebaut werden, was gerade in Hinblick auf den Herbst ein wichtiges Thema ist“, heißt es seitens Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP), die das Unternehmen im Labor im Vienna BioCenter besuchte. „Und was mir auch besonders wichtig ist: Sie produzieren am Standort Österreich.“ „Wir bauen auf innovative Unternehmen wie Lexogen, um den Aufschwung durch Innovation zu meistern und dem Coronavirus mit konkreten Lösungsansätzen zu begegnen“, so FFG-Geschäftsführerin Egerth.

Im Rahmen des Calls wurden vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und vom Umweltministerium insgesamt 26 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. In der von der FFG in einem beschleunigten Verfahren abgewickelte Ausschreibung werden 48 Projekte gefördert. Sie verteilen sich auf Unternehmen (8 GU, 37 KMU davon 3 Startup) in allen Bundesländern: Wien (22), Steiermark (7), Tirol (5), Oberösterreich (5), Vorarlberg (3), Niederösterreich (2), Salzburg (2), Kärnten (1) und Burgenland (1).

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