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Midemlab 2019

Legitary: Wiener Startup gewinnt Pitch-Bewerb in Cannes

Nermina Mumic, CEO von Legitary. © N. Mumic
Nermina Mumic, CEO von Legitary. © N. Mumic

Sie ist mit großen Erwartungen nach Cannes in Frankreich gereist – und ihre Erwartungen wurden erfüllt. Nermina Mumic, CEO des Wiener Startups Legitary, konnte sich in einem Startup-Pitch im Rahmen der B2B-Musikmesse MIDEM im französischen Cannes den ersten Platz in einem Startup-Wettbewerb in der Kategorie „Marketing & Data/Analytics“ sichern.

Damit ist den Wiener, die einen Algorithmus für die richtige Verrechnung von Musik-Streaming etablieren wollen, die Aufmerksamkeit der in Cannes versammelten Musik-Branche sicher. Unter den Sachpreisen ist auch privates Mentoring vom Deezer-CEO. Für den Wettbewerb haben sich 177 Startups aus 45 Ländern in 4 Kategorien beworben.

„Unsere Kategorie war diesmal extrem hochkarätig besetzt und die Konkurrenten sehr stark. Ich denke, ich konnte mich durchsetzen weil die von uns entwickelte Technologie bahnbrechend für die Branche ist“, sagt Mumic zu Trending Topics. „Alle Akteure spüren das Problem der Intransparenz in der Abrechnung der Daten und leiden immens drunter.“

Über den Sieg freut sie sich natürlich besonders: „Das erste Mal ist ein unternehmen aus Österreich im Finale und gewinnt gleich. Das bedeutet eine riesengroße Anerkennung der Branche für unsere Technologie.“

Auf der Spur der gefälschten Streams

Legitary, das Mumic gemeinsam mit Peter Filzmoser (CTO, Professor an der TU Wien) und Günter Loibl (CEO von Rebeat) erst dieses Jahr gründete, hat es sich zum Ziel gesetzt, falsche oder manipulierte Plays bei Musik-Streaming-Diensten aufzuspüren. Denn diese Zahlen bestimmen letztendlich, wie viel Musiker bzw. Labels ausbezahlt bekommen. „Wir können anzeigen, ob jemand Sie betrügt, Ihnen zu wenig Geld zahlt oder ob jemand gefälschte Streams auf den Plattformen erhält“, sagte Mumic bei ihrem Pitch vor dem Fachpublikum.

„Streaming wächst immer stärker und damit verstärkt sich das Problem“, so Mumic weiter. „Mit Legitary gibt es erstmals eine wissenschaftlich fundierte Lösung dafür, die skalierbar ist und riesengroßes Marktpotential hat.“

Internationale Konkurrenz

Das Konzept von Legitary hat die Jury überzeugt. Im Pitch konnte sich Mumic gegen MusicList aus Spanien, Musiio aus Singapur, Paperchain aus den USA und Wedao aus Russland durchsetzen. In der Jury saßen Vertreter von Music Ally, OneRagtime, Warner Music, Q&A, France Digitale und Soundcharts.

Legitary: Wiener Startup will Betrug bei Musikstreaming aufdecken.

Zu Gast im Studio: Nermina Mumic, CEO von Legitary. Sie will gemeinsam mit Peter Filzmoser (TU Wien) und Günter Loibl (Rebeat) mit einem Algorithmus mehr Transparenz in den Streamingmarkt bringen und Fake Plays aufdecken.

Gepostet von TrendingTopics.at am Dienstag, 21. Mai 2019

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