Kryptowährungen

Ledger, Trezor, Keepkey: Das sind die besten Hardware-Wallets für Bitcoin

Hardware-Wallet. @flickr.com, CCBY2.0, RosmarieVoegtli

Irgendwann erwischt es jeden. Im August 2016 wurde die Tauschbörse Bitfinex Opfer eines Hackerangriffs, und einer Vielzahl an Kunden wurde das komplette Konto geleert. Insgesamt gingen Bitcoins im Wert von über 72 Millionen Dollar an die Eindringlinge. Um den Verlust gerecht zu verteilen, entschied sich Bitfinex zu einem kontroversen Ausgleich: Alle auf der Börse abgelegten Konten verloren 36 Prozent ihrer Guthaben.

Hardware für den Privaty Key

Wer es ernst mit seinen Bitcoins meint, legt sich früher oder später ein Hardware-Wallet zu. Die Geräte haben die Größe eines USB-Sticks und sind der sicherste Weg, Bitcoins vor Hackerangriffen, Malware, Viren und anderen digitalen Gefahren zu schützen. Hardware-Wallets bieten die Möglichkeit, verschiedene Coins zu verwahren. Sie benutzen wie viele Börsen 2FA (Two-Factor-Authentification), um sicher zu gehen, dass nur der wirkliche Besitzer Zugriff auf das Konto hat. Die Sicherheit wird einerseits durch die physische Wallet und andererseits durch einen vierstelligen PIN-Code sichergestellt.

Ein in sich geschlossenes System

Gegenüber Software-Wallets bieten Hardware-Wallets einen entscheidenden Vorteil: Sie sind ein in sich geschlossenes System. Weder Apps, noch Erweiterungen oder Schadsoftware können installiert werden. Im Gegenzug dringen auch keine sensiblen Daten nach außen. Denn das Gerät nutzt die auf ihm gespeicherten Private Keys ausschließlich, um Transaktionen intern zu signieren. Und nur die signierten Vorgänge gehen dann auch wieder aus dem Wallett heraus in Richtung Blockchain.

Ledger Nano S

Ledger brachte den „Nano S“ im August 2016 auf den Markt. Schlichtes Design, intuitives Interface, und der wichtigste Fakt: Der Ledger Nano S unterstützt eine ganze Bandbreite an Altcoins (Litecoin, Dodgecoin, Ethereum, Zcash, Dash und Startis). Geschützt wird die Wallet von einer hochwertigen Aluminium-Hülle und wiegt 118 Gramm. Ein Chip sichert die Private Keys kryptografisch. Transaktionen können über das LED-Display überprüft werden. Der Nano Ledger S ist kompatibel mit der „Ledger Wallet Bitcoin Chrome App“ und der für Ethereum App.

Kompatibilität: Windows (7+), Mac (10.8+), Linux oder Chrome OS, erfordert Google Chrome oder Chromium und ein USB-Anschluss. Bei Amazon kostet der Ledger Nano S 89,99 Euro. Im Webshop gibt es ihn um 69 Euro. (??)

© Ledger

Trezor

Marek “Slush” Palatinus, der Gründer der Firma, startete 2010 den ersten Bitcoin-Mining-Pool und beschert seiner aktuellen Firma eine gehörige Portion an Reputation. Der Trezor war das erste Hardware-Wallet am Markt und besticht durch schnörkelloses Design und einer sehr einfachen Handhabe. Der Trezor kommt mit zwei Navigationstasten und einem OLED-Display mit 128×64 Pixel aus. Das Hardware-Wallet unterstützt neben Bitcoin auch Dash, Litecoin und Zcash.

Die PIN-Eingabe bietet eine Besonderheit: Auf dem angeschlossenen Bildschirm erscheint ein Zahlenfeld, das niemals gleich ist. Welcher Button für welche Zahl steht, lässt sich auf dem Trezor ablesen. Auch Hacker mit Keylogger haben also keine Chance, an den PIN zu kommen.  Mit 89,99 Euro ist er etwas teurer als der Ledger Nano S.   

@trezor

KeepKey

Der KeepKey hat ein verhältnismäßig großes OLED-Display (3,12 Zoll) und eine Bestätigungstaste für Transaktionen. Er funktioniert mit Mac, Windows und Linux. KeepKey unterstützt folgende Coins: Bitcoin, Testnet, Litecoin, Namecoin, Dogecoin und Dash. Bei Verlust des PINs fungiert ein Satz aus zwölf Wörtern, der einmal niedergeschrieben werden kann. Praktischerweise wird ein Formular für diesen lebenswichtigen Satz mitgeliefert.

Aktuell ist KeepKey bei allen bekannten Onlineshops ausverkauft. Ab September soll er wieder ausgeliefert werden. Kosten: 99 Euro.

@keepkey

Editors Note: Investments in Krytocoins oder Token sind hoch spekulativ und der Markt ist weitestgehend unreguliert. Jeder, der Aktivitäten in Erwägung zieht, sollte in Betracht ziehen, dass sein komplettes Investment verloren gehen könnte. 

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