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Künstliche Intelligenz: Wie Huawei den Markt für AI-Supercomputer erobern will

Ken Hu stellt auf der Huawei Connect den "Atlas 900" vor © Huawei
Ken Hu stellt auf der Huawei Connect den "Atlas 900" vor © Huawei

Smartphones und Netzwerktechnologie – das sind die beiden Bereiche, an die man wohl sofort denkt, wenn man Huawei hört. Mittlerweile drängt der chinesische Großkonzern aber im Bereich Künstliche Intelligenz aber auch in den Enterprise Markt. Und das in rasanter Geschwindigkeit. Zunächst waren es Prozessoren für Datenzentren. „Ascend 910“ heißt der angeblich schnellste AI-Chip, der im Sommer enthüllt wurde. Und jetzt folgt gleich ein ganzes Rechenzentrum. Der „Atlas 900“ ist ein Training Cluster für Künstliche Intelligenz, der vor allem in der Forschung zum Einsatz kommen soll.

Mit tausenden Ascend-Prozessoren habe das „Kraftwerk des AI-Computing“ den bisherigen Weltrekord im AI-Training um zehn Sekunden gebrochen. „Sie glauben das macht keinen Unterschied?, meinte Ken Hu, Deputy Chairman und Rotating CEO bei Huawei, im Zuge der Präsentation auf der B2B-Hausmesse „Huawei Connect“, die rund 25.000 Besucher anlockte. „Wenn der Zweite bei einem Wettrennen zehn Sekunden später über die Ziellinie läuft, kann der Sieger in dieser Zeit bereits eine Flasche Wasser trinken“.

Hu sieht Atlas 900 als Unterstützer in Forschung und Business Innovation – der Trainings Cluster soll in der Weltraumforschung helfen oder bei Smart-City-Anwendungen durch bessere Gesichtserkennung oder der intelligenten Vermeidung von Staus, in China zwei allgegenwärtige Themen.

Zwei-Billionen-Dollar-Markt

Bisher ist AI-Computing eine Domäne von Unternehmen wie Nvidia, IBM oder Lenovo. „Aber je größer die Herausforderung, desto größer die Chance“, stellt Hu in seiner Keynote fest. „Laut Gartner wird der Computermarkt bis 2023 ein Volumen von mehr als zwei Billionen US-Dollar haben.“ Und: „Wir schätzen, dass KI-Computing in fünf Jahren mehr als 80 % der gesamten von uns weltweit verbrauchten Rechenleistung ausmachen wird.“

Milliarden-Programm für Developer

Huawei geht mit seinen AI-Ambitionen allerdings weit über den Hardwaremarkt hinaus und will es mit einem eigenen Framework auch mit etablierten Systemen wie Googles TensorFlow aufnehmen. Das Unternehmen will sich mit seinem seit 2015 laufenden Developer-Programm deshalb künftig verstärkt auf AI konzentrieren. „In Zukunft werden wir weitere 1,5 Milliarden US-Dollar in unser Entwicklungsprogramm investieren. Wir wollen das Programm auf fünf Millionen Entwickler ausweiten und es unseren Partnern auf der ganzen Welt ermöglichen, die nächste Generation intelligenter Anwendungen und Lösungen zu entwickeln“, so Hu.

Huawei hat die Reise zur Huawei Connect nach Shanghai bezahlt. Vielen Dank dafür!

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