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Kühbrein Most: Mit Streuobst zurück zur Tradition

Leo Hillinger verkostet Kühbrein Most. © Gerry Frank
Leo Hillinger verkostet Kühbrein Most. © Gerry Frank

Der Kühbrein Hof in der Oststeiermark setzt bei der Produktion seines Mosts auf eine alte Tradition, die in Vergessenheit zu geraten schien. Der Streuobstbau wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehr als ein Hindernis bei der Grünlandbewirtschaftung angesehen, denn als althergebrachte Möglichkeit der Saftgewinnung. David Kargl und sein Team haben das Streuobst wieder entdeckt. Sie verarbeiten jährlich rund 30 Tonnen Obst zu Most, Schnaps und Obstsaft.

Streuobst aus der ganzen Gegend

Rund 50 Prozent der verarbeiteten Obstmenge kommen aus dem eigenen Anbau. Ein Viertel wird im direkten Umland zugekauft beziehungsweise in den Obstgärten selbst geerntet. Die restlichen 25 Prozent kommen von Obstbaubetrieben aus der Südost-Steiermark.

Alle helfen mit

„Am Papier ist das eine One-Manshow. Allerdings stehen viele Leute hinter mir“, erzählt Kargl. Die Grafiken auf den Flaschen kommen von meiner Nachbarin Andrea Gruber. Den Verkauf handelt mittlerweile zu einem großen Teil mein Bruder Peter. Somit kann ich mich um die Produktion und um alles andere kümmern. Am Ende des Tages sind wir ein Familienbetrieb, in dem alle bei der Ernte, dem Pressen und Abfüllen helfen, wenn es nötig ist.“

Stark in der Region vertreten

Den Großteil der Obst-Spezialitäten setzen David Kargl und sein Team nach wie vor in der Region Murtal ab. Dies passiert über Ab-Hofverkauf, den regionalen Einzelhandel und die Gastronomie in der Südoststeiermark. Lieferungen nach Graz, Salzburg und Wien bilden momentan noch die Ausnahme. Mittlerweile führen auch Spar und Adeg-Filialen in der Region die Säfte vom Kühbreiner Hof. Das Geschäft brummte 2017 schon ordentlich. Mit 30.000 produzierten Flaschen erwirtschaftete der Familienbetrieb einen Umsatz von 130.000 Euro.

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