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Kryptobörse Binance meldet drei Firmensitze in Irland an

© Binance
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Die global agierende Krypto-Börse Binance steht ständig im Visier von Regulierungsbehörden. Die von Changpeng „CZ“ Zhao gegründete Exchange hat deswegen in den vergangenen Monaten immer wieder Funktionen eingestellt oder eingeschränkt. Besonders sauer stößt den Behörden auf, dass die Exchange keinen festen Firmensitz hat, sondern als Firmengeflecht zwischen den den Cayman Islands, den Seychellen, Hongkong, Malta, den USA oder Großbritannien operiert. Nun macht die Börse einen Schritt, mit dem sie sich mehr regulatorischen Spielraum verschaffen will: Sie hat kürzlich drei Firmen in Irland registriert.

Binance: Undurchsichtige Exchange als großes Fragezeichen der Krypto-Industrie

Schon vier Binance-Firmen mit Sitz in Irland

Einem Bericht der irischen Nachrichtenagentur Independent zufolge hat die Exchange am 27. September in Irland Binance (APAC) Holdings, Binance (Services) Holdings und Binance Technologies am 27. September offiziell ins Register eintragen lassen. Bei all diesen Tochterunternehmen ist Changpeng Zhao als Direktor angegeben. Es handelt sich nicht um die erste Firmengründung in Irland. Erst vergangenes Jahr hat die Exchange dort Binance (Ireland) Holdings registriert.

Mit den neuen Registrierungen soll mehr regulatorische Transparenz über die Geschäfte der Krypto-Börse entstehen. Laut Independent geben die Anmeldungen auch einen möglichen Einblick auf Changpeng Zhao selbst. Die Ireland Holdings gibt als Wohnadresse von „CZ“ derzeit Malta an und bestätigt, dass er kanadischer Staatsbürger ist. Der Geschäftssitz der neuen Firmen soll ein Buchhaltungsbüro über einem Sportgeschäft in einem kleinen, unscheinbaren Gebäude im Süden Dublins sein. Ob all diese neuen Angaben wirklich aufschlussreich über das oft undurchsichtige Geschäft von der Exchange sind, ist unklar.

Binance schränkt den anonymen Handel mit Bitcoin ein

Immer wieder Druck von Regulierungsbehörden

Wegen dem Druck der Behörden hat Binance in den vergangenen Monaten immer wieder Maßnahmen gesetzt, um sich vor möglichen Untersuchungen zu schützen. So unterstützt die Börse ab 14. Oktober keine Aktien-Token mehr, seit Juli ist der anonyme Bitcoin-Handel eingeschränkt, und seit August ist eine Verifizierung bei der Registrierung verpflichtend. Erst kürzlich hat außerdem Singapur der Exchange verboten, dort weiterhin Zahlungsdienstleistungen anzubieten. Die offiziellen Firmensitze könnten zumindest die Regulierung der Börse leichter machen und solche Einschränkungen künftig verhindern.

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