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Krypto News: Südkorea will Bitcoin-Handel einschränken, Venezuela „Petro“ mit Öl absichern, Israel eigene Kryptowährung

Bitcoins. © antanacoins/VisualHunt (CC BY-SA)
Bitcoins. © antanacoins/VisualHunt (CC BY-SA)

Südkorea will Handel von Kryptowährungen einschränken

Südkorea ist einer der wichtigsten Märkte im Bitcoin-Handel. Doch jetzt hat die südkoreanische Regierung angekündigt, das Traden von Kryptowährungen im Netz stärker regulieren zu wollen. Virtuelle Coins seien nicht als Währung zu betrachten, und die „exzessive Volatilität“ könne zu hohen Verlusten bei Anlegern führen. Außerdem ist der südkoreanische Markt mit Hacks konfrontiert. Die Börse Youbit musste nach einer Cyber-Attacke (vermutlich durch nordkoreanische Hacker) schließen, außerdem gingen bei einem Angriff auf den Marktplatz NiceHash rund 4.700 Bitcoins verloren.

Der Kurs von Bitcoin reagierte nach der Ankündigung der südkoreanischen Regierung empfindlich und fiel am Mittwoch um 1.000 Dollar auf rund 13.500 Dollar. Mittlerweile hat sich der Kurs wieder erholt, ein BTC wird derzeit um rund 15.000 Dollar gehandelt.

Deutschland: Blockchain-Bundesverband fordert neue Gesetze

Der im Juni 2017 in Berlin gegründete Blockchain Bundesverband e.V. ortet nicht nur mangelnde Akzeptanz der neuen Technologie bei Führungskräften, sondern auch Nachteile in der aktuellen Gesetzeslage. Um Blockchain-Technologien einführen zu können, würden wichtige Gesetzesgrundlagen fehlen. Ein Beispiel: Bei der Beurkundung eines Kaufvertrages für eine Immobilie ist aktuell ein Notar gesetzlich vorgeschrieben – egal ob der Vertrag schriftlich oder digital signiert unterfertigt wurde. Durch Blockchain hingegen ist es möglich, Vermittlungsinstanzen wie Notare etwa bei Grundbucheinträgen überflüssig zu machen.

„Zum einen müssen die Schnittstellen zu Datenbanken sicher digital werden und zum anderen müssen digitale Identitäten ausreichend rechtssicher werden. Die kommende Regierung sollte Blockchain-Technologie nutzen, um sichere digitale Schnittstellen zu öffentlichen Datenbanken und sichere digitale Identitäten zu ermöglichen“, heißt es in dem neuen Positionspapier.

Venezuela: Staatliche Kryptowährung soll mit Ölreserven abgesichert werden

Der venezuelische Präsident Nicolas Maduro hat am Mittwoch ein Dekret zu der geplanten staatlichen Kryptowährung für das politisch und wirtschaftlich instabile Land in Südamerika unterzeichnet. So sollen zum Staat des „Petro“ getauften digitalen Geldes fünf Milliarden Barrel Öl als Sicherheit herangezogen werden. Venezuela leidet unter einer hohen Inflation, mit Hilfe des Petro will man sich offenbar unabhängig vom Dollar machen und sich wieder Zugang zum internationalen Zahlungsverkehr verschaffen. Künftig sollen auch Diamant- und Goldvorkommen im Land zertifiziert werden, um die neue Kryptowährung abzusichern.

Israel plant ebenfalls staatliche Kryptowährung

Das kleine Land im Nahen Osten ist dank seiner lebendigen Startup-Szene beim Thema Blockchain und Kryptowährungen weit vorne. Jetzt wurden Pläne der israelischen Zentralbank via Reuters bekannt, selbst eine digitale Währung herausgeben zu wollen. Ziel ist vor allem, schnellere Transaktionen zu ermöglichen als mit konventionellem Geld möglich sind. Die Idee soll bereits in das Staatsbudget 2019 aufgenommen werden, wann der Plan in die Realität aufgenommen wird, ist aber noch offen.

Uneingeschränkt freundlich gesinnt ist Israel der neuen Technologie aber nicht. Die Marktaufsicht im Land will ein Verbot von Firmen, die mit Cyberwährungen wie Bitcoin Geschäfte machen, an der Börse in Tel Aviv durchsetzen. So lange es keine Regulierung gebe, wolle man dafür sorgen, dass „Unternehmen, deren Geschäftsmodell vor allem auf Cyber-Währungen basiert, nicht an die Börse gehen können“, sagte Aufsichtschef Schmuel Hauser einem Bericht der Wirtschaftszeitung Calcalist zufolge.

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