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Krypto-Investor Peter Thiel warnt vor Bitcoin als „chinesische Finanzwaffe“

Star-Investor Peter Thiel. © JD Lasica (CC BY 2.0)
Star-Investor Peter Thiel. © JD Lasica (CC BY 2.0)

Der berühmte Investor mit Wurzeln in Deutschland, der Mark Zuckerberg seine ersten 500.000 Dollar gab, macht wieder auf sich aufmerksam. Im Rahmen eines virtuellen Roundtables mit dem ehemaligen US-Außenminister Mike Pompeo bei der Richard-Nixon-Foundation hat er sich auch zum Thema Bitcoin geäußert und den großen Einfluss von China auf das Mining von BTC als mögliche Gefahr für den US-Dollar bezeichnet.

„Auch wenn ich Pro-Krypto, Pro-Bitcoin-Maximalist bin, frage ich mich, ob man Bitcoin an diesem Punkt nicht auch teilweise als chinesische Finanzwaffe gegen die USA betrachten sollte“, sagt Thiel, der mit dem Founders Fund, Mithril Capital oder Valar Ventures mehrere Investment-Vehikel für Tech- und Startup-Investments betreibt. „Es (Bitcoin, Anm.) bedroht Fiatwährungen, aber es bedroht vor allem den US-Dollar.“ Und China würde stark auf Bitcoin setzen, und deswegen sollten die USA aus geopolitischer Perspektive Vorsicht walten lassen.

Wie passt das nun zusammen mit den Bestrebungen Chinas, Kryptowährungen zurückzudrängen und eine eigene Digitalwährung (Thiel: nur ein „interner Stablecoin“ als „totalitäre Überwachungsmaßnahme“) einzuführen? Nun, China mit Gebieten wie die Sichuan, Xinjang oder der Inneren Mongolei ist der dominierende Staat im Bitcoin-Mining – dort sitzen die meisten Unternehmen, die große Mining-Operationen betreiben und vom günstigen Strom profitieren. Theoretisch wäre es denkbar, dass China über diese Unternehmen eine 51-Prozent-Attacke auf das Bitcoin-Netzwerk unternimmt und BTC unter seine Kontrolle bringt.

China dominiert im Bitcoin-Mining

Die Universität von Cambridge zeigt in aktuellen Statistiken die starke Dominanz von China und seinen Regionen bei den Hashrates:

© University of Cambridge
© University of Cambridge
© University of Cambridge
© University of Cambridge

Große Investments in die Krypto-Industrie

Thiel schließt sich in seiner Kritik an der Dominanz beim Bitcoin-Mining anderen an, die das schon in der Vergangenheit getan haben. Dagegen halten kann man, dass zwar die Produktion von BTC sehr China-lastig ist, dass aber der Handel von BTC global betrieben wird – auch über zwei sehr dominante US-Player am Markt, nämlich Coinbase und Kraken. Thiel hat 2018 auch in das Startup Layer1 investiert, das Bitcoin-Mining in Texas betreibt, um USA als Standort für BTC-Mining zu stärken. Auch mit Investments in Bitpanda aus Österreich oder block.one hat Thiel gezeigt, dass er durchaus gewillt ist, sehr viel Geld in die Branche zu investieren.

Schon in der Vergangenheit hat sich Thiel, der offen Donald Trump unterstützte, über China und Kryptowährungen geäußert. „Es ist kein Zufall, dass die Kommunistische Partei Chinas Krypto hasst und KI liebt“, sagte er. „Wenn Krypto libertär ist, dann ist AI kommunistisch. Jeder denkt, dass Krypto libertär ist, weil damit all diese Ideen über die Dezentralisierung von Geld und anderen Dinge einhergehen. Niemand traut sich zu sagen, dass AI kommunistisch ist.“

Peter Thiel: „Wenn Krypto libertär ist, dann ist AI kommunistisch“

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