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Krypto-Assets übersteigen Market Cap von 1 Billion Dollar

Bitcoin und Co. © Pexels
Bitcoin und Co. © Pexels

Während in der Nacht auf Donnerstag Chaos durch Trump-Anhänger am Capitol Hill mit tödlichen Folgen ausgelöst wurde, sind die Kurse von Krypto-Assets weiter gestiegen. Allen voran Bitcoin: Das digitale Gold hält nunmehr bei 37.000 Dollar und hat neuerlich einen bisher für viele undenkbaren Höchststand erreicht.

Hinter Bitcoin ziehen derzeit nahezu alle anderen auf Exchanges gehandelten Krypto-Assets nach – allen voran Ethereum. ETH liegt aktuell bei etwa 1.200 Dollar und ist nicht mehr weit von der eigenen Bestmarke von etwa 1.400 Dollar entfernt. Starke Zuwachsraten weisen zur Zeit auch Stellar (XLM), Cardano (ADA) und sogar XRP auf – also jener Token, der wegen einer SEC-Klage gegen Ripple in gefährliches Fahrwasser geraten ist und von vielen Exchanges bald nicht mehr zum Handel erlaubt werden wird.

Dieser neuerliche Krypto-Boom hat ein wichtiges Zwischenergebnis ausgelöst: Krypto-Assets sind zusammen genommen nun erstmals mehr als eine Billion Dollar wert. Umgelegt auf Unternehmenswerte, würden sie sich unter die sechs wertvollsten Unternehmen der Welt einreihen – nur Apple, Saudi Aramco, Microsoft, Amazon und Alphabet sind wertvoller. Die Billion ist sehr stark, denn zum Vergleich: Beim ersten Bitcoin-Hype 2017 ist der Market Cap von Crypto auf auf knapp 830 Milliarden Dollar gewachsen – Anfang 2021 ist es deutlich mehr.

© CompaniesMarketCap
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Bitcoin macht 68 Prozent dieser Billion Dollar aus – also derzeit etwa 690 Milliarden Dollar. Dabei nimmt die Marktdominanz von BTC, die vor wenigen Tagen noch bei etwa 72 Prozent des Gesamtmarkts lag, derzeit wieder etwas ab. Durch starke Zuwachsraten von vor allem Ethereum wird die Marktdominanz von Bitcoin etwas gedrückt. ETH macht derzeit knapp 13 Prozent des Krypto-Marktes aus.

Über die Gründe für den Anstieg von Bitcoin haben wir bereits ausführlich berichtet. Hier die wesentlichen Faktoren zusammen gefasst:

  • Institutionelle Investoren: Unternehmen, Fonds, Versicherungen und Banken verstehen Bitcoin zunehmend als Goldersatz und investieren viele Milliarden. Sie wollen Teile ihres Vermögens in BTC schieben, um vom Anstieg zu profitieren und unabhängiger vom Kurs von Dollar oder Euro werden. Wegen der Corona-Krise und den massiven staatlichen Hilfsmaßnahmen fürchten sich viele vor einer großen Geldentwertung
  • Bitcoin Halving: Während 2020 die Nachfrage nach Bitcoin stark gestiegen ist, ist eine programmierte Verringerung der Menge an neuen BTC, die in den Markt kommen, durch das Halving im Mai eingetreten. Größere Nachfrage trifft also auf verringertes Angebot
  • Große Erwartungen an Retail: Weil PayPal in das Geschäft mit Kryptowährungen eingestiegen ist, wird erwartet, dass Bitcoin und andere Assets bald nicht mehr nur zum Investieren und Spekulieren verwendet werden, sondern im Alltag zum Bezahlen in Online-Shops. Das würde bedeuten, dass die breite Masse der Internetnutzer auf den Trend aufspringt – ob das passiert, bleibt abzuwarten.
  • FOMO: Keine Liste zu den Gründen des Bitcoin-Booms ohne die „Fear Of Missing Out“. Durch den zweiten Hype haben immer mehr das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn sie jetzt nicht investieren. In den vergangenen Tagen lag man meist richtig damit. Auch wer bei sehr hohen Bewertungen von 25.000, 30.000 oder sogar 35.000 Dollar eingestiegen ist, liegt derzeit im Plus

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