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Kreisel Electric kooperiert mit dem Ölriesen Shell bei Batterien

© Kreisel Electric
© Kreisel Electric

Der Boom der Elektromobilität geht auch an der österreichischen Industrie, die viel an Autohersteller zuliefert, nicht vorbei. Erst 2014 haben die drei Brüder Johann, Markus und Philipp Kreisel ihre gleichnamige Firma gegründet und sind seither weltberühmt für ihre Akkutechnologie geworden – so berühmt, dass 2017 gar der Neffe von Arnold Schwarzenegger, Patrick Knapp-Schwarzenegger, in das Unternehmen investierte.

Nun folgt der nächste große Schritt für die Firma, die mittlerweile mehr als 140 Mitarbeiter hat und die sich in Rainbach im Mühlkreis nahe Freistadt ein bemerkenswertes Hauptquartier hingestellt hat. Denn Kreisel Electric ist eine Kooperation mit dem britisch-niederländischen Ölriesen Shell eingegangen. Die Lithium-Ionen-Batteriemodultechnologie von Kreisel soll dbaie mit der maßgeschneiderten Wärme-Managementflüssigkeit von Shell kombiniert werden. Unterm Strich sollen Akkus in E-Fahrzeugen so eine höhere Reichweite und längere Lebensdauer bekommen.

Die Partnerschaft fokussiert sich auf die Kombination der bestehenden Produkte und den Vertrieb – Shell beteiligt sich also nicht an der oberösterreichischen Firma. Im Kern geht es um eine bessere Kühlung der Batterie, sowohl beim Fahren als auch beim Laden. „Mit der Lösung von Kreisel und Shell wird weniger Energie für die Regulierung der Batterietemperatur aufgewendet, da die Spezialflüssigkeit starke Wärmemanagementeigenschaften aufweist und auch mehr Oberfläche der Batteriezelle berührt“, heißt es.

Kühltechnologie als Schlüssel

„Immersive Kühltechnologie spielt eine Schlüsselrolle in der nächsten Generation von Batterien und ihre Vorteile werden dazu beitragen, die Einführung von batterieelektrischen Lösungen zu beschleunigen, insbesondere im Verkehrssektor“, so Selda Gunsel, Vice President, Global Commercial Technology, Shell, in einer Aussendung.

Während Kreisel Electric einen mächtigen Vertriebspartner gewinnt, der in 70 Ländern tätig ist, kann Shell sich auf die Fahnen schreiben, etwas im Bereich erneuerbarer Energien zu tun – immerhin hat der Ölmulti das Ziel ausgegeben, bis 2050 klimaneutral zu werden. Durch den Wechsel vom Verbrennermotor hin zum E-Antrieb werden die Hauptprodukte von Shell klarerweise über Zeit immer obsoleter.

Wie und ob man Akkutechnologien auch als grüne Technologien bezeichnen sollte, ist Ansichtssache. Wer die neue arte-Doku „Umweltsünder E-Auto?“ sieht, sieht auch die Problematik von Batterien und der Produktion der Rohstoffe, aus denen sie hergestellt werden:

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