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Konsolidierung in der Gastro: Orderlion kauft Wein-Startup Grapevine

Valerie Pretscher und Stefan Strohmer. © Orderlion
Valerie Pretscher und Stefan Strohmer. © Orderlion

Konsolidierung am Markt für Gastro-Startups: Die Firma Orderlion, die Anfang des Jahres etwa eine Million Euro Investment aufgenommen hat (Trending Topics berichtete), hart einen Zukauf getätigt. Und zwar das Wein-Startup Grapevine. Zusammen will man Gastro-Lieferanten wie Wein-, Fleisch- und Gemüsehändlern den direkten Vertrieb ihre Ware an Restaurantbetriebe ermöglichen.

Orderlion ist in Österreich dafür bekannt geworden, das es die Digitalisierung der Kundenbeziehung zwischen der Gastronomie und ihren Zulieferern vorangetrieben hat. So wie Menschen ihr Essen gerne online bei Mjam und Co bestellen, können Lokalbetreiber die notwendigen Zutaten ihrer Gerichte via Orderlion ebenfalls online bei den Lieferanten bestellen. Zulieferer sind etwa Stiegl, Sonnentor, Resch & Frisch und Ammersin, neuerdings wurde auch Murauer Bier als Kunde gewonnen.

Mit Grapevine aus Wien (Webseite nicht mehr aktiv) kommt nun ein Startup dazu, dass bisher (der Name verrät es bereits) im Weinsegment unterwegs war und etwa 200 Winzer als Kunden aufgebaut hat. Mit dem Zukauf will das Team rund um Stefan Strohmer die eigene Stellung im Getränkegroßhandel ausbauen.

Übernahme eines Talents

„Wir wollen damit ein klares Zeichen der Stärke setzen“, sagt Strohmer im Gespräch mit Trending Topics. Bei der Übernahme handle es sich ganz klar um ein so genanntes „Aqui-hire“ – also eine Übernahme, bei der es in erster Linie darum geht, Talente zu gewinnen. Und so wird sich Valerie Pretscher, die Grapevine mitgründete, sich künftig um den deutschen Markt kümmern und dort die strategische und operative Führung der Expansion von Orderlion übernehmen. Ihre beiden Mitgründer bei Grapevine haben ihre Tätigkeiten zurückgelegt. Informationen zum Kaufpreis werden keine veröffentlicht.

Orderlion will künftig stark im Getränkesegment wachsen. Über 2.500 Gastronomen und Hotelbetriebe aus mehr als 30 Städten in vier Ländern bestellen bei mehr als 150 Lieferanten aus den Bereichen Lebensmittel, Getränke und Ausstattung. Insgesamt gibt es bereits knapp eine Million verschiedener Artikel, nun eben auch Weine von einer ganzen Reihe an Winzern.

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