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kompany: Millioneninvestment für das Wiener Firmendaten-Startup – Hermann Hauser an Bord

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Die beiden kompany-Gründer Bernhard Hölzl und Russell Perry mit Hermann Hauser (Mitte). © kompany
Die beiden kompany-Gründer Bernhard Hölzl und Russell Perry mit Hermann Hauser (Mitte). © kompany

Für den gebürtigen Tiroler Hermann Hauser, oft und gerne als “Steve Jobs von Großbritannien” bezeichnet, ist es die 14. Beteiligung in Zentraleuropa, für das Wiener Startup kompany ist es die mittlerweile fünfte Investmentrunde – allerdings die bisher größte. Die  I.E.C.T. Capital Partners unter der Leitung von Hermann Hauser sowie Stefan Schneider vom Müncher Beteiligungsunternehmen floor13.de haben im Verbund mit weiteren Investoren einen Betrag im unteren siebenstelligen Bereich in die auf Firmendaten spezialisierte Jungfirma gesteckt. kompany ist auf digitale Informationen spezialisiert, die so genannte „Know Your Customer“ (KYC) & „Anti Money Laundering“ (AML)-Anforderungen erfüllen.

Gründer Russell Perry zufolge (früher als CEO bei der nach Frankreich verkauften Personensuchmaschine 123people tätig) hält das Gründer- bzw. Management-Team zusammen noch etwas mehr als 50 Prozent an dem Startup. kompany bietet derzeit digitalen Zugang via Webseite bzw. API (Programmierschnittstelle) zu offiziellen und amtlichen Handelsregistern in rund 150 Ländern weltweit an, über den Dienst sollen sich Daten zu rund 100 Millionen Firmen kostenpflichtig abrufen lassen. Geplant ist, mit dem Investment das Angebot auf zusätzliche Länder (asiatischer Raum, Mittlerer Osten, mehr US-Bundesstaaten) auszuweiten, Zusatz-Services zu ergänzen und das derzeit rund 15-köpfige Team aufzustocken. Außerdem sollen neue Datenquellen zusätzlich zu den derzeit angezapften Handelsregistern angeschlossen werden, etwa Zollregister oder Patentregister.

„RegTech ist keine Zukunftsmusik“

Mit Hermann Hauser hat kompany einen klingenden Namen als Investor gewonnen. Hauser hat unter anderem mitgeholfen, die Chip-Firma ARM zum Erfolg zu führen, sie wurde 2016 vom japanischen Telekomkonzern Softbank für 32 Mrd. US-Dollar aufgekauft. In Österreich hat sich Hauser etwa an Zoomsquare, Conda, Crystalline Mirror Solutions, byrd oder Anyline beteiligt. kompany lernte den Investor, der wesentlich dazu beitrug, die britische Eliteuniversität Cambridge zu einem der wichtigsten Tech-Cluster der Welt zu machen, im Rahmen der I.E.C.T.-Challenge 2016 kennen. „Wir konnten ihn überzeugen, dass RegTech schon heute einsetzbar ist und keine Zukunftsmusik ist“, so kompany-Gründer Russell.

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RegTech steht dabei für „Regulatory Tech“ und bezeichnet Technologien, die regulatorisches Management erleichtern. Die Dienste von kompany nutzten bis dato insgesamt etwa 40.000 zahlende Kunden (v.a. aus dem DACH-Raum, Großbritannien, USA), aktuell zählt das Startup 4.000 Unternehmen, die eine Jahresgebühr (ab 500 Euro) für das Angebot bezahlen. Mit den Daten, die man abrufen kann, können Firmen etwa Lieferanten im Ausland überprüfen oder herausfinden wer die Geschäftsführer sind. Typische Kunden sind laut Perry Finanzdienstleister, Wirtschaftsprüfer, Anwaltskanzleien, Unternehmensprüfer, aber auch viele KMU, die grenzüberschreitend agieren und amtliche Informationen über Business-Kontakte im Ausland abrufen müssen.

Einen neuen Push fürs Geschäft erwartet sich Perry im Zuge der neuen Geldwäscherichtlinie in der EU, die von Finanzinstituten, Immobilienhändlern und Online-Gamingprovider eine Dokumentation verlangt, dass Überprüfung von Firmen, mit denen Geschäft gemacht wird, stattgefunden hat. kompany sieht sich dabei als automatisierte Lösung, die den Zugang zu den Daten schneller und kostengünstiger schaffen will.

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