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Klarna: 2020 brachte Milliardenumsatz, aber Verluste weiten sich aus

Mitgründer und CEO von Klarna. © Klarna
Mitgründer und CEO von Klarna. © Klarna

Heute trudeln die Finanzzahlen von Börsenkandidaten der Reihe nach ein: Nach Coinbase hat jetzt auch das schwedische Fintech Klarna seine Zahlen für das Corona-Jahr 2020 gezeigt. Und: Sie können sich sehen lassen. Denn die Nutzerschaft in der App ist auf 18 Millionen gestiegen, insgesamt über alle Kanäle (v.a. Integration in Online-Shops) sind es mittlerweile 87 Millionen Menschen, die mit Klarna im Netz gezahlt haben.

Und weil diese Millionen Nutzer (pro Monat kommen mittlerweile mehr als eine Million dazu) sehr viel Geld im Netz ausgeben, ist der gesamte Umsatz, den Händler mit Klarna machen, um 46 Prozent auf satte 53 Milliarden Dollar gewachsen. Klarna selbst hat es 2020 das erste Mal geschafft, selbst mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz zu machen. Das Geschäftsmodell ist divers, im Kern steckt aber so genanntes „Buy Now Pay Later“ (BNPL): Nutzer können gekaufte Produkte in Ratenzahlungen abstottern.

Verluste weiten sich aus

Das zahlt sich aber noch nicht aus. Denn das starke Wachstum verursacht hohe Kosten – teure Superbowl-Werbungen, Expansion in den USA und populäre Testimonials sind da nur einige der Kostenpunkte. Unterm Strich hat sich der Verlust auf 167 Millionen Dollar ausgeweitet. Möglich, dass Investoren Geld nachschießen werden oder Klarna endlich den Gang an die Börse wagt, um frisches Kapital einzusammeln. Klarna wandelt sich derzeit vom B2B-Produkt zu einer Consumer Brand, die in Deutschland und Schweden mittlerweile auch Bankkonten anbietet und damit selbst zu einer Challenger-Bank wird.

„Das letzte Jahr hat einen beispiellosen Wandel in der globalen Wirtschaft hervorgebracht, der die Art und Weise, wie Verbraucher Bankgeschäfte tätigen, einkaufen und bezahlen, verändert hat. Klarna hat sich gut angepasst und unterstützt Einzelhändler dabei, den Online-Handel mit Tempo voranzutreiben, während wir den Verbrauchern weiterhin hervorragende Einkaufserlebnisse und Zahlungsoptionen bieten, die ihren sich wandelnden Bedürfnissen entsprechen“, so CEO Sebastian Siemiatkoski.

„2020 hat den Fortschritt von Klarna nicht gebremst: Wir sind auf vier neue Märkte skaliert, haben unsere Plattform zu einem integrierten Banking-Angebot in Schweden und Deutschland erweitert und unser Wachstum in den USA deutlich beschleunigt, wo wir im letzten Quartal 1 Million neue Kunden pro Monat hinzugewonnen haben.“

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