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Linz

Kapitalerhöhung bringt startup300 frische 3,1 Millionen Euro

Bernhard Lehner ist Co-Founder von Startup300 © photaq.com / Michaela Mejta
Bernhard Lehner ist Co-Founder von Startup300 © photaq.com / Michaela Mejta

Im Mai diesen Jahres angekündigt, ist die Kapitalerhöhung der startup300 AG nun über die Bühne gegangen. Durch die Ausgabe von 623.155 neuen Aktien konnte das Linzer Unternehmen, zu dem auf Pioneers und die Crowdfunding-Plattform Conda gehört, insgesamt 3,1 Millionen Euro aufnehmen. Der Einstieg der grosso tec AG, hinter der die Unternehmer Erhard Grossnigg und Hannes Niederhauser stehen, ist damit auch fixiert. Sie hält nun rund 7 Prozent der startup300 AG und hat rund eine Million Euro eingebracht.

Die rund 623.000 neuen Aktien wurden zum Bezugspreis von fünf Euro bezogen bzw. erworben. Rund 25 Prozent davon wurden vom Vorstand und vom Aufsichtsrat (u.a. Michael Altrichter, Hansi Hansmann, Markus Ertler, Alfred Luger) getragen, außerdem haben rund 50 Prozent der bestehenden Aktionäre ihre Bezugsrechte in Anspruch genommen. „Wir hatten erfreulicherweise ein deutliche Überzeichnung in der Privatplatzierung“, so Lehner von startup300.

Mit Christoph Steindl, dem CEO der Linzer Software-Schmiede Catalysts, gibt es einen neuen Namen unter den größten zehn Aktionären – er hält nun rund 4 Prozent. Rund 100.000 der neuen Aktien wurden privat platziert. Heißt also konkret:

  • 318.116 Stück Aktien (vorläufiges Endergebnis) wurden durch Ausübung von Bezugsrechten bezogen
  • 200.000 Stück Aktien wurden von der grosso tec AG erworben
  • 105.039 Stück Aktien wurden privat bei Investoren platziert

„An M&A-Strategie hat sich nichts geändert“

Mit dem frischen Geld will startup300 seine geplante Strategie – Wachstum über Zukäufe – weiter verfolgen. “An unserer M&A-Strategie hat sich nichts geändert, aber wir können noch keine Targets nennen”, so Bernhard Lehner von startup300. Zuletzt wurden bei der Tochter Pioneers Stellen gestrichen, das Pioneers Festival wird 2020 nicht mehr wie bisher stattfinden. Dennoch wolle man weiter Veranstaltungen machen, jedoch dürfte der Fokus weiter auf dem Aufbau der Bereiche Coworking Spaces, Investments und Consulting liegen. Künftig wolle man das Angebot am Markt jedenfalls klarer kommunizieren.

Im April etwa hat die 100-Prozent-Tochter JFDI GmbH eine Absichtserklärung zur Gründung eines Joint Ventures für Errichtung und Betrieb von Talent Garden Budapest unterzeichnet. Bei Talent Garden in Wien ist startup300 bereits mit rund 10 Prozent beteiligt. Außerdem soll mit Pioneers Ventures III ein neuer Pre-Seed-Fonds in der Größenordnung von zehn Millionen Euro entstehen. Dabei sind wiederum Co-Investments mit CONDA.black geplant. Das ist ein Investoren-Netzwerk, das die startup300-Tochter Conda aufbaut.

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