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Kärntner Startup Bitmovin kooperiert mit Firefox-Macher Mozilla bei Video-Streaming

Bitmovin und Firefox machen gemeinsame Sache. © Bitvomin/Firefox/Montage Trending Topics
Bitmovin und Firefox machen gemeinsame Sache. © Bitvomin/Firefox/Montage Trending Topics

Die Nightly-Versionen des Firefox-Browser geben Interessierten regelmäßig Ausblick darauf, was der Browser in seiner nächsten Version können wird. Nutzer haben jetzt die Möglichkeit, sich anzusehen, wie der kommende Videocodec-Standard AV1 funktionieren wird. Firefox-Macher Mozilla ist dazu eine Partnerschaft mit dem Kärntner Startup Bitmovin eingegangen. Die Firma rund um CEO Stefan Lederer zeigt auf einer Testseite, wie das Encoding und das Ausspielen eines Videostreams über den hauseigenen Videoplayer aussehen kann. Um sich das Testvideo ansehen zu können, muss man Firefox Nightly installieren.

Anzumerken ist, dass die Arbeiten an AV1, das 25 bis 35 Prozent more als die derzeitigen Standards VP9 und H.265/HEVC sein soll, noch nicht abgeschlossen sind. Ziel ist jedenfalls, Videostreams im Internet bei ausgezeichneter Qualität weniger Daten benötigen zu lassen. Laut Bitmovin könne man einen Livestream mit 1080p 1,5 MBit/s anbieten, bei H.264 betrage die Bitrate bei gleicher Qualität zwischen 4 und 15 MBit/s. Das kann insgesamt dabei helfen, hochqualitative Videostreams auch bei geringeren Bandbreiten zu Endkonsumenten zu bringen.

Mitglied einer großen Allianz

Bitmovin ist die Partnerschaft mit Mozilla auch aufgrund der Mitgliedschaft beider Unternehmen bei der Alliance for Open Media eingegangen. Diese Allianz hat sich zum Ziel gesetzt, neue Formate, Codecs und Technologien in den Bereichen Video, Audio, Bild und Streaming zu entwickeln und als Standards im Internet zu etablieren.

Bitmovin reiht sich als eines der neuesten Mitglieder unter sehr bekannte Internet- und Tech-Firmen wie Amazon, ARM, Cisco, Facebook, Google, IBM, Intel, Microsoft, Mozilla, Netflix und NVIDIA ein. Das Kärntner Startup selbst hat vor rund einem Jahr mit einem großen Investment von 10,3 Mio. Euro auf sich aufmerksam gemacht und schaffte es zu Y Combinator.

Mozilla unter Druck

Dass gerade Mozilla bei neuen Streaming-Technologien vorprescht, hat seine Gründe. Traditionell unterstützt Mozilla seit jeher Tech, das im freien Web verwendet werden kann. Allerdings steht Firefox auch unter Druck, da der Browser viele Marktanteile an Googles Chrome abgeben musste und längere Zeit in der Kritik stand, nicht schnell genug im Vergleich zur Konkurrenz zu sein.

Mit der neuesten Firefox-Version „Quantum„, die kürzlich veröffentlicht wurde, will Mozilla wieder Boden gutmachen. Vor allem bei Ladegeschwindigkeiten hat die 57. Version des Browsers ordentlich aufgeholt und überzeugte viele Tester auch mit neuen Funktionen wie einem integrierten QR Code Reader oder einem Nacht-Modus.

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