Channel

People

Krypto-Promoter

John McAfee in Spanien wegen Vorwürfen der Steuerhinterziehung verhaftet

John McAfee. © Gage Skidmore (CC BY-SA 2.0)
John McAfee. © Gage Skidmore (CC BY-SA 2.0)

Sein Name steht immer noch auf einer Antivirus-Firma, die heute Finanzinvestoren und Intel gehört, doch in den letzten Jahren war er eher dafür bekannt, die Werbetrommel für Kryptowährungen zu rühren: John McAfee (75) hat ein bewegtes Leben hinter sich – und auch noch vor sich. Denn wie das US-Justizministerium soeben mitteilte, wurde der findige Unternehmer in Spanien verhaftet und erwartet nun die Auslieferung an die USA.

McAfee wird vorgeworfen, Steuern hinterzogen zu haben, indem er Kryptowährungen, eine Yacht und Immobilien vor dem Fiskus geheim hielt. Er soll laut US-Justizministerium Millionen damit verdient haben, indem er Einnahmen aus der Bewerbung von Kryptowährungen, Beratungsarbeit, Vorträgen und dem Verkauf der Rechte an seiner Lebensgeschichte für einen Dokumentarfilm nicht versteuert hatte. Nun soll er dafür strafrechtlich belangt werden, auch sein Leibwächter steht im Visier der Behörden.

Filmreifes Leben

McAfees Leben ist definitiv gutes Material für einen Film. Er kam 2012 in die Schlagzeilen, als nach einem Mord an seinem Nachbarn in Belize nach ihm gefahndet wurde. Er floh damals durch den Dschungel und kehrte schließlich in die USA zurück. 2016 registrierte er sich als Kandidat für die US-Präsidentschaftswahl, auch 2020 wollte er wieder antreten, brach die Kampagne aber bereits im März wieder ab.

In den Vorjahren fiel McAfee auf Twitter immer wieder damit auf, Werbung für ICOs von Krypto-Startups zu machen. Gegen etwa 100.000 Dollar konnten sich Firmen Erwähnungen ihrer Kryptowährungen kaufen, die dann an McAfees etwa eine Million Follower geschickt wurden.

McAfee gilt als einer der Pioniere von Security-Software. Seine nach ihm benannte Software-Firma gründete er bereits in den 1980ern, allerdings zog er sich dann bereits in den 1990ern aus dem Unternehmen zurück. Nachdem sein Vermögen dahinschmolz, machte er zwischenzeitlich ein Yoga-Studio auf und wanderte dann schließlich nach Belize aus. auch Probleme mit Alkohol und Kokain gehören zu seiner Lebensgeschichte.

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen
Corona-Krise