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Jochen Schneeberger von willhaben: „Die Corona-Krise drückt extrem aufs Tempo“

Jochen Schneeberger © willhaben
Jochen Schneeberger © willhaben

Der Onlinehandel boomt, der stationäre Handel hat gelitten und leidet immer noch unter der Coronakrise. Willhaben ist ein Hybrid: Gekauft wird in der Regel per Mail oder Anruf, oft folgt dann die private Abholung. „Willhaben ist durch den direkten Kontakt der User geprägt, erklärt Jochen Schneeberger, Head of Digital Advertising bei willhaben. Wie ging und geht das junge Unternehmen also mit der Coronakrise um? Wie geht es dem Unternehmen wirtschaftlich? Und welche Folgen könnte die Pandemie auf die Weltwirtschaft haben? Wir haben nachgefragt.

Trending Topics: Welche Folgen der Coronakrise spürt willhaben? Wie fällt das Fazit der ersten Krisenwochen aus?

Jochen Schneeberger: Glücklicherweise können wir bei willhaben dank unserer engagierten, sehr selbstständig arbeitenden Teams derzeit fast 100 % aller Arbeitsabläufe problemlos via Home Office koordinieren. Aber auch wir haben die Auswirkungen natürlich gespürt. Vor allem, weil willhaben ja vielfach auch vom direkten Kontakt unserer User untereinander geprägt ist. Wir haben da sofort reagiert, eine eigene Info-Kampagne unter dem Motto „Versand statt Hand-zu-Hand“ ins Leben gerufen. Zudem haben wir auf all unseren Kanälen dazu aufgerufen, die Zeit daheim bestmöglich zu nutzen – beispielsweise die Küchen und Kästen zu durchforsten und diverse Dinge, die man nicht mehr benötigt, auf willhaben zu stellen.

In den vergangenen Wochen bewegte sich der Web-Traffic – das zeigte auch die jüngste ÖWA Basic – etwa auf Vorjahresniveau, hat nun aber auch schon wieder deutlich zugelegt. Da sehen wir gerade außerordentliche Nutzungssteigerungen von 10 bis 25 % zum Niveau vor Corona und 40 bis 50 % im Vergleich zum Vorjahr.

Auch bei der Anzeigenaufgabe bzw. der Anzahl der Angebote zeigt sich auf willhaben ein sehr krisenbeständiges Bild: Nach wie vor sind deutlich mehr als sieben Millionen Anzeigen auf willhaben zu finden, jede Sekunde gehen etwa zwei Anzeigen online. Das entspricht einem gängigen Durchschnittswert, der auch in den vergangenen Monaten erreicht wurde. In einigen Bereichen verzeichnen wir sogar deutlich stärkere Zuwächse als üblich. Beispielsweise bei der Nachfrage nach Home Office-Equipment und Dingen, die man fürs Home-Schooling benötigt.

Mithilfe unserer Marktstabilität wollen wir aber auch aktiv einen Beitrag für die heimische Wirtschaft leisten. Derzeit stellen wir Betrieben verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung, um ihre Produkte online zu vertreiben – auch ganz ohne eigenen Onlineshop. Natürlich in Verbindung mit einem entsprechenden Angebot aus unserem Digital Advertising-Bereich, da haben wir kurzfristig auf die Situation reagiert und die Aktion „will lokale Superhelden“ ins Leben gerufen. Unter dem Motto bietet willhaben derzeit ein speziell geschnürtes, kraftvolles Werbepaket: Sieben Tage, zwei Millionen Ausspielungen in unterschiedlichsten Kategorien zum Fixpreis, bei Interesse hilft unser Team hier sehr gerne rasch und beratend – auch bis hin zur Werbemittel-Erstellung – weiter.

Der Marktplatz von willhaben verbindet Millionen Nutzer. Wie hat sich die Nutzung durch die Krise verändert?

Das Verhalten auf der Plattform musste sich situationsbedingt verändern, da die persönliche Übergabe derzeit nicht wie gewohnt möglich ist. Allerdings bietet willhaben auch in schwierigen Zeiten ein attraktives Angebot. Wir haben zu Beginn der Ausgangsbeschränkungen aktiv dazu aufgerufen, die Zeit zuhause für einen Frühjahrsputz zu nutzen und nicht mehr benötigten Gegenständen auf willhaben ein zweites Leben zu schenken. Die Nutzung ist somit nach wie vor hoch und der Marktplatz so bunt und vielfältig wie sonst auch. Stark gestiegen ist das Angebot derzeit in den Bereichen Baby und Kind, Wohnen und Haushalt, aber auch Spiele und Spielzeug, sowie Bücher, Filme und Musik. In den vergangenen Wochen haben wir – wie erwähnt – zudem eine starke Nachfrage nach Geräten und Infrastruktur für den Home-Office-Arbeitsplatz sowie fürs Home-Schooling verzeichnet.

Natürlich war es ebenfalls notwendig, das Grundkonzept der Plattform partiell anzupassen – sprich den direkten Kontakt zwischen unseren Nutzern zu reduzieren. Im Rahmen dessen haben wir die eingangs erwähnte Informations-Kampagne mit dem Motto „Versand statt Hand zu Hand“ gestartet. Die Kernbotschaft der Kampagne ist die Nutzung aller verfügbaren Versandmöglichkeiten anstelle der Selbstabholung. Inzwischen gibt es immerhin viele kontaktlose Wege, um Waren auszutauschen.

Mitte März hat willhaben mit jeder Menge Wucherangeboten und Fake-Einträgen gekämpft. Ist das mittlerweile vorbei?

Diese Anzeigen waren allesamt immer nur sehr kurze Zeit online, das Thema hat sich mittlerweile auch fast völlig gelegt. Wir sind rasch gegen jegliche Art von Wucher-, aber auch Corona-Scherz-Anzeigen vorgegangen, da wir keinen Nährboden für Panikmache oder Abzocke bieten wollten. Im Rahmen dessen haben uns auch unsere Nutzer tatkräftig unterstützt, indem sie Anzeigen rund um überteuertes Toiletten-Papier, fragwürdige Schutzausrüstung und dubiose Corona-Heilmittel gemeldet haben. Hier sieht man deutlich: Die Community schätzt das seriöse Marktplatzangebot und hilft aktiv mit, den Missbrauch unserer Plattform zu vermeiden.

Der Werbemarkt durchlebt derzeit eine schwierige Phase. Bleiben Anzeigen aus? Wie habt ihr euch vorbereitet?

Natürlich merken auch wir, dass sich der Werbemarkt derzeit in einer Krise befindet und Budgets gekürzt werden. Auf eine solche Situation kann man sich nicht wirklich gut vorbereiten. Es hilft uns, dass wir mit so vielen Unternehmen eine sehr gute Vertrauensbasis aufgebaut haben. Budgets werden eingefroren, Kampagnen verschoben – aber sehr viele Kampagnen konnten wir mit guten Ideen, flexibler Umsetzungsmöglichkeit wieder aktivieren und Kunden überzeugen, dass Produktinfos auch derzeit sehr gut angenommen werden. Aufgrund unserer großen, nationalen Reichweite und der überdurchschnittlich hohen Verweildauer lassen sich derzeit außerdem wichtige Informationskampagnen von Institutionen wie dem Roten Kreuz oder der Bundesregierung gut umsetzen.

Die Wirtschaft muss in den nächsten Monaten ein Comeback schaffen. Welche neuen Anforderungen haben Unternehmen dabei an Online-Werbung?

Zwar ist Online-Werbung per se flexibel und dynamisch, allerdings werden diese beiden Eigenschaften in Zukunft nochmal deutlich relevanter werden – und zwar in der Ausspielung, dem Pricing und dem Content der Werbeformate. Die Wünsche sowie Bedürfnisse der User müssen noch exakter mit der Werbebotschaft und dem relevanten Umfeld abgestimmt werden. Zudem ist abzuwarten, welchen Einfluss diese Krise auf das Verhalten, die Einstellung und die Werte der Gesellschaft hat. Je nachdem werden wir uns auf andere Content-Formate, veränderte Buyer-Personas und neue Formen der Kommunikation einstellen müssen. Hier sind die Kreativität und die Anpassungsfähigkeit aller Beteiligten gefragt.

Auch die großen Online-Riesen aus den USA sind vor der Krise nicht gefeit, während Konsumenten in der Krise stark darauf achten, vor allem lokale Unternehmen zu unterstützen. Eine neue Chance für Lokalmatadore?

Definitiv. Derzeit kommen Wirtschaft und Politik aktiv zusammen, um die schon lange benötigten Rahmenbedingungen für den modernen, österreichischen (Online-)Handel zu schaffen. Die Corona-Krise drückt extrem aufs Tempo und könnte für lokale Unternehmen langfristig unter Umständen also auch einen Vorteil mit sich bringen. Auch wir tragen unseren Teil dazu bei. Wir bieten heimischen Händlern ohne eigenem Online-Shop derzeit verstärkt die Möglichkeit, ihre Waren über unsere Plattform zu vertreiben. Händler mit eigenem Online-Shop können derzeit mit einer „Lokaler Superheld“-Kampagne auf unserer Plattform gewohnt relevant und zielgerichtet auf sich aufmerksam machen.

Unter dem Motto bietet willhaben – wie eingangs erwähnt – derzeit ein speziell geschnürtes, kraftvolles Werbepaket: Sieben Tage, zwei Millionen Ausspielungen in unterschiedlichsten Kategorien zum Fixpreis, bei Interesse hilft unser Team hier sehr gerne rasch und beratend weiter. Außerdem kooperieren wir zum Beispiel mit landwirt.com, um dabei zu helfen, dass die hochwertigen Erzeugnisse heimischer Hofläden einer breiten Schicht an Konsumenten präsentiert werden können.

Jochen Schneeberger ist seit acht Jahren bei willhaben. Erst als Director Sales und Business Development, heute als Head of Digital Advertising. Davor leitete er die Abteilung Sales bei der Presse. 

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