Channel

Ecosystem

25 Investoren

IST Cube: 40 Millionen Euro frisches Kapital für Life Science- und Tech-Spin-offs

Markus Wanko (Geschäftsführer) und Ingrid Kelly vom IST cube-Team mit Bildungsminister Faßmann. © IST Cube
Markus Wanko (Geschäftsführer) und Ingrid Kelly vom IST cube-Team mit Bildungsminister Faßmann. © IST Cube

Der IST cube schließt eine “ groß angelegte internationale Finanzierungsrunde“ erfolgreich ab: Ab sofort sollen mehr als 40 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung stehen. Damit sollen „zukunftsweisende wissenschaftliche
Forschungsprojekte aus ganz Österreich und darüber hinaus zu kommerziell erfolgreichen Organisationen“ entwickelt werden.

Der IST cube existiert bereits seit 2018 und wurde vom Institute of Science and Technology Austria (IST) ins Leben gerufen. Der Venture Fonds investiert vorrangig in Life Science- und Tech-Start-ups aus dem akademischen Umfeld. Acht Startups aus den Bereichen Medizin, Biotechnologie, IT und Displaytechnologie befinden sich derzeit im Portfolio des Fonds.

25 neue Investoren für den IST cube

Künftig werden wohl einige Startups dazukommen. In Kooperation mit dem Europäischen Investitionsfonds EIF und „25 weiteren namhaften institutionellen und privaten Investoren“ verzehnfacht IST cube den Venture Fonds, 40 Millionen Euro frisches Kapitel stehen vor allem für für Life Science- und Tech-Spin-offs zur Verfügung. Zu den 25 Investoren zählen unter anderem das Land Niederösterreich, aws, die Vienna Insurance Group und die Mitterbauer Beteiligungs-AG. Markus Wanko, Gründer und Geschäftsführer von IST cube: „Mit unserem Venture Fonds sprechen wir vor allem Gründer*innen an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen an, die ihr Spin-off mit einem institutionellen Partner entwickeln wollen. Pro Startup können wir nun bis zu mehrere Millionen Euro investieren – zur Gründung ebenso wie in späteren Entwicklungsphasen im Rahmen weiterer Finanzierungsrunden.“

Arbeiten in Klosterneuburg

IST cube agiere dabei als Investor ebenso wie als Partner. „Die Forscher*innen profitieren von unserem Enthusiasmus für die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft und von unserer Erfahrung als frühere Start-up CEOs, Patentanwältin, McKinsey- bzw. BCG Berater und Investoren. Dass wir darüber hinaus auch selbst Großteils aus der Wissenschaft kommen und an internationalen Top-Universitäten studiert haben, eröffnet eine gänzlich andere Gesprächsbasis mit den Gründer*innen“, erklärt Wanko weiter. Die neuen Startups sollen aber nicht nur mit Geld und Knowhow unterstützt werden, auch ein Zugang zur Forschungseinrichtung von IST Austria in Klosterneuburg ist vorgesehen. Heißt: Die Startups können dort künftig arbeiten und forschen.

Wichtig für den Standort Europa

Tom Henzinger, Präsident des IST Austria: „Dem Team von IST cube ist mit der neuen Finanzierungsrunde ein großer Wurf gelungen. Wir freuen uns, den unmittelbar neben dem Campus angesiedelten Technologiepark IST Park, künftig für zahlreiche weitere spannende Life Science- und Tech Start-ups zu öffnen.“ Letztlich soll das Projekt auch den Standort Europa stärken, „die Bedeutung des neuen österreichischen Venture Fonds wird nicht zuletzt durch die substanzielle Beteiligung des Europäischen Investitionsfonds (EIF) deutlich“, heißt es von den Leitern. Uli Grabenwarter, stv. Leiter für Equity Investments beim EIF: „Europa muss und wird im globalen Technologiewettbewerb weiter aufholen. Was die Forschung und die Wissenschaft betrifft, ist Europa im Spitzenfeld, aber in der Kommerzialisierung der Forschung haben wir Aufholbedarf. Als auf Life Science und Deep Tech spezialisierter Venture Fonds wird IST cube in Zukunft erheblich dazu beitragen, dieses unglaublich große Potential zu realisieren.“

So viel Geld haben Österreichs Investoren 2020 auf Startups gesetzt

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen

Mehr von Trending Topics