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iOS 12: Diese neuen Features werden auf iPhone und iPad kommen

Memoji von Apple-Managerin Kelsey Peterson. © Apple
Memoji von Apple-Managerin Kelsey Peterson. © Apple

Einmal im Jahr, so sieht es Apple, pilgern tausende Software-Entwickler nach Kalifornien, um sich vom iPhone-Konzern neue Werkzeuge für die nächste Generation von Apps schenken zu lassen. So geschehen gestern Abend auf der WWDC-2018-Konferenz mit rund 6.000 Teilnehmern. Anstatt auch Hardware zu präsentieren, fokussierte sich die Apple-Manager-Riege rund um CEO Tim Cook gänzlich auf die Vorstellung neuer Software für iPhone, iPad, Apple Watch und Macs. Dabei wurde auch gezeigt, wie das mobile Betriebssystem iOS 12 ab Herbst 2018 funktionieren wird.

Entwickler können bereits mit der Beta-Version von iOS 12 herumspielen, Endkonsumenten werden die Software im dritten Quartal 2018 auf iPhone (ab 5S), iPad (ab iPad mini 2, iPad Air, iPad 5. Generation) und iPod touch (6. Generation) kostenlos installieren können. Diese Features bringt es:

1. Bessere Performance

Apple sagt, dass iOs 12 schneller sein wird. Das Keyboard wird um 50 Prozent schneller am Display erscheinen, die Kamera soll um 70 Prozent schneller starten als bisher, und Apps sollen bis zu zwei Mal schneller launchen als bisher. Im Kleingedruckten kann man dann aber lesen, dass diese Angaben für das iPhone 6 Plus gelten. Ältere Modelle werden demnach wohl nicht so flott sein.

2. Gruppenanrufe mit FaceTime

Mit iPhone und iPad wird man künftig via FaceTime Gruppen-Videotelefonate mit bis zu 32 Teilnehmern machen können. Damit folgt Apple einen Trend, der dieses Jahr schon bei Apps wie Instagram und WhatsApp zu sehen war. Auch diese haben Gruppen-Anrufe bekommen (Trending Topics berichtete). Bei Apple rücken bei diesen Gruppenanrufen jene Teilnehmer größer auf den Bildschirm, die gerade sprechen.

3. Memojis: Individualisierte Avatare

Die neuen Memojis. © Apple
Die neuen Memojis. © Apple

Bereits bei Samsungs Galaxy S9 waren personalisierte Emojis („AR Emojis“) ein großes Thema (Trending Topics berichtete) und sind auch bei Snapchat ein populäres Feature. Apple springt auf den Trend auf (Samsung ist immerhin der größte Konkurrent am Smartphone-Markt) und lässt seine Nutzer mit „Memojis“ ihr digitales Konterfeit im Comic-Stil nachbauen. Diese „Memojis“ kann man dann via iMessage versenden oder bei FaceTime-Anrufen über sein Gesicht legen. Das große Aber: „Memojis“ funktionieren vorläufig nur am teuren iPhone X. Zusätzlich gibt es vier neue Animojis fürs iPhone X, und zwar Koala, Geist, Tiger und T-Rex. Ach ja, und die Gesichtserkennung des iPhone X erkennt nun auch die Zunge des Nutzers. 👅

4. ARKit 2

Entwickler bekommen mit ARKit 2 neue Möglichkeiten, Augmented-Reality-Anwendungen zu bauen. Die große Neuerung ist vor allem, das künftig mehrere iOS-Nutzer das gleiche AR-Erlebnis aus verschiedenen Blickwinkeln auf ihren Displays betrachten und mit ihm interagieren können. So sollen sich vor allem AR-Games miteinander spielen lassen. Außerdem gibt es eine neue AR-App namens „Measure“, mit der man einfach reale Objekte vermessen kann, indem man mit der Kamera auf sie zeigt.

Augmented Reality am iPad. © Apple
Augmented Reality am iPad. © Apple

5. Screen Time

Wie auch Google mit seiner „Digital Wellbeing“-Aktion bei Android P will auch Apple seinen Nutzern Möglichkeiten geben, etwas gegen die grassierende Smartphone-Sucht zu machen. Mit „Screen Time“ gibt es künftig in den Einstellungen Statistiken über die eigene Smartphone-Nutzung – mit der angeschlossenen Möglichkeit, sich bei übermäßiger Nutzung einer App davor warnen zu lassen. Außerdem soll man lästige Benachrichtigungen von Apps einfacher abstellen können, und zwar gleich vom Sperrbildschirm weg, ohne sich in die Einstellungen graben zu müssen. Außerdem kann man das „Do Not Disturb“-Feature in mehr Situationen nutzen – etwa solange bis man einen Ort wieder verlässt oder bis ein Termin im Kalender vorbei ist. Schließlich gibt es auch einen neuen Nachtmodus, der keine Benachrichtigungen mehr anzeigt, sollte man in der Nacht doch zum Handy greifen.

"Bedtime"-Funktion am iPhone. © Apple
„Bedtime“-Funktion am iPhone. © Apple

6. Mehr Foto-Sharing

Dass Fotos eines der ganz essenziellen Dinge bei Smartphones sind, ist Apple klar. Während man immer wieder gegen Facebooks Datensammlung wettert, will man jetzt das Sharen von Fotos innerhalb der eigenen Community verbessern. iOS 12 wird dazu Kontakte vorschlagen, an die man die Bilder senden kann, sollten sie etwa auf einem Foto drauf sein. Diese Kontakte (sofern sie auch iOs 12 nutzen) bekommen dann auch den Vorschlag, ihre eigenen Fotos vom gleichen Event zurückzusenden.

7. Siri Shortcuts

Laut Apple ist Siri der meist genutzte smarte Assistent der Welt, doch wirklich durchgesetzt hat Siri im Alltag noch nicht bei allen iPhone-Besitzern. Das soll sich mit „Siri Shortcuts“ ändern. User sollen die Sprachsteuerung künftig selbst ein wenig programmieren können. Mit selbst gewählten Schlüsselsätzen soll man Apps bzw. mehrere App-Funktionen gleichzeitig ansteuern können. Eine eigene „Shortcuts“-App kann auch gleich mehrere verschiedene Apps gleichzeitig ansteuern. Das erinnert an Funktionen, die es bei Google Assistant oder Amazon Alexa bereits gibt.

8. Facebook blocken

Die mobile Version des Safari-Browsers für iPhone und iPad hat mit „Enhanced Tracking Prevention“ eine Funktion, die das Laden von Social Plugins wie dem Facebook-Like-Button, Tweet-Buttons oder Kommentarsystemen von Drittanbietern auf Webseiten unterbindet. Damit will Apple Nutzern besseren Schutz vor Tracking durch Social-Media-Unternehmen bieten (Trending Topics berichtete).

9. Gruppierte Benachrichtigungen

Am Lock-Screen wird iOS 12 künftig Notifications nicht mehr einfach nur in verkehrt chronologischer Reihenfolge zeigen, sondern (hoffentlich) sinnvoll zusammenfassen. So sollen etwa Konversationen via iMessage oder alle Facebook-Benachrichtigungen zusammengefasst werden. Außerdem soll man direkt vom Sperrbildschirm Benachrichtigungen einzelner Apps abdrehen können, wenn sie zu sehr nerven.

10. Mehr Infos zum Akku

In den Einstellungen zur Batterie will Apple Nutzern mehr Daten über den Stromverbrauch geben. Konnte man bisher den Energiebedarf einzelner Apps der letzten sieben Tage nachsehen, wird diese Analyse auf die letzten 10 Tage ausgeweitet.

11. iPhone X-Gesten fürs iPad

Die intuitive Bedienung des iPhone X, von dem sich auch Google bei Android P inspirieren ließ, kommt künftig auch bei iPads zum Tragen. Das deutet darauf hin, dass Apple bei der nächsten Version des iPad auf einen Home-Button verzichten und wahrscheinlich die Gesichtserkennung Face ID des iPhone X verbauen wird.

12. Google Maps bei CarPlay

Das Infotainment-System CarPlay, das in immer mehr Autos angeboten wird, wird künftig auch die Navigations-Apps von Drittanbietern wie Google Maps oder Waze (eine Google-Tochter) erlauben. Damit ist die Nutzung nicht mehr nur auf Apple Maps beschränkt.

13. Erkennung von SMS-Codes

Für Two-Factor-Authentifizierung etwa bei Banking-Apps werden meistens SMS mit PIN-Codes zugesandt. Diese kann iOS 12 automatisch erkennen und schlägt sie dem User als Autofill vor, wenn sie per SMS am Smartphone eintrudeln.

Viele weitere Neuerungen von iOS 12 finden sich in dieser Liste.

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