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Inzmo: App für Fahrradversicherungen geht mit 1,1 Mio. Euro Investment an den Start

Die Inzmo-App ist für iPhone und Android verfügbar. @ Trending Topics
Die Inzmo-App ist für iPhone und Android verfügbar. @ Trending Topics

Anfang Mai 2017 verkündete die Uniqa, sich im Rahmen einer 1,1 Millionen-Euro-Runde mit 400.000 Euro an dem estnischen Startup Inzmo zu beteiligen. Heute startet die auf Versicherungen spezialisierte Jungfirma der beiden Gründer Meeri und Risto Klausen offiziell in Partnerschaft mit der Uniqa am österreichischen Markt: Über die App (für iPhone und Android) sollen Nutzer innerhalb weniger Minuten eine Fahrradversicherung abschließen können – eindeutig identifiziert wird der zu versichernde Drahtesel per Videochat, GPS-Ortung, Marke und Rahmennummer.

Ein paar Basisinformationen reichen aus, Video vom Fahrrad in der App direkt aufnehmen und schon ist man fertig“, so Alexander Zeh, der als Country Manager Österreich bei Inzmo fungiert und zuvor viele Jahre als Finanzmarktforscher tätig war. Bei erfolgreichem Abschluss ist das Fahrrad dann gegen Diebstahl, Raub, Brand und Explosion (wichtig für eBikes mit Akkus) versichert. Inzmo steht übrigens als Kurzform für „Insurance Mobile“.

Die Kosten: Die Versicherung kostet bei Rädern bis 1.000 Euro 50 Euro/Jahr, bei Rädern von einem Wert zwischen 5.000 und 7.000 Euro 200 Euro/Jahr. Bezahlt wird direkt in der App per Kreditkarte. Die Laufzeit ist auf ein Jahr befristet, doch laut Zeh soll es künftig auch möglich sein, eine Versicherung auch für nur ein Monat oder eine Woche abzuschließen.

Versicherung für Handy und Reise in Planung

Bei Fahrrädern soll es aber nicht bleiben. Bereits in Planung ist, auch Versicherungen für Smartphones oder Reisen über die App anzubieten – also alles, was ein Kunde kurzfristig und unkompliziert abschließen möchte. Denkbar sind laut Zeh auch Angebote für Haustiere oder Drohnen, wie es sie im Mutterland der App, Estland, bereits gibt. Inzmo sieht sich als Spezialvermittler für so genannte „fast moving insurance products“, wird sich also nicht auf komplexere Dinge wie Lebens- und Krankenversicherung verlegen.

Der Deal mit der Uniqa sieht vorerst vor, dass nur Versicherungen eben dieses Unternehmens in der App angeboten werden. Möglich sei aber auch, dass einmal Produkte anderer Versicherer dazugenommen werden. „Durch direkte Beteiligungen und Kooperationen mit interessanten Startups sind wir vorne mit dabei und können unseren annähernd zehn Millionen Kunden genau den Mehrwert zu bieten, der im digitalen Zeitalter erwartet und eingefordert wird“, so Andreas Nemeth, Investment Manager von Uniqa Ventures.

InsurTech wird immer interessanter

Inzmo ist das vierte Engagement der Uniqa bei einem Startup, man investierte bis dato auch in die Nachbarschaftsplattform FragNebenan, die KMU-Finanzierungsplattform Fincompare und das FinTech Finabro. Zudem ist die Uniqa einer der wichtigsten Corporate-Partner des im Aufbau befindlichen Startup-Hubs weXelerate (Trending Topics berichtete).

InsurTechs werden immer interessanter. So gibt es neben Inzmo auch FinanceFox (mit dem Wiener Risikokapitalgeber Speedinvest an Bord) oder das Vergleichsportal Durchblicker.at, wo Business Angel Hansi Hansmann investierte. Letztere wurden kürzlich von Versicherungsmaklern verklagt (Trending Topics berichtete).

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