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Bitcoin-Schürfer

Invia: Finanzmarktaufsicht verbietet das Geschäftsmodell der Wiener Krypto-Miner

Die Webseite von Invia. © Screenshot/Inviaworld.com
Die Webseite von Invia. © Screenshot/Inviaworld.com

Anstatt selbst Mining-Hardware zu kaufen, einfach auf der Webseite von Invia anmelden, Geld einzahlen, die Mining-Hardware in der Cloud Kryptowährungen schürfen lassen und dann Bitcoin in die eigene Wallet überwiesen bekommen: Das verspricht die Wiener Firma Invia GmbH. Doch seit kurzem darf das auf Krypto-Mining spezialisierte Unternehmen in Österreich seine Dienste nicht mehr anbieten.

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat Invia zur Beendigung des unerlaubten Geschäftsbetriebes aufgefordert. Der Verdacht: Das Unternehmen  verwaltet unerlaubt einen Alternativen Investmentfonds (AIF), ein diesbezügliche Verfahren ist laut FMA noch anhängig. „Bei der INVIA GmbH handelt es sich um kein von der FMA konzessioniertes und beaufsichtigtes Unternehmen“, heißt es seitens der Finanzmarktaufsicht. Weilm sich offenbar vermehrt Verbraucher bei der österreichischen Behörde gemeldet haben, wurden nun rechtliche Schritte gegen die Firma eingeleitet.

Invia bestreitet Betrieb eines AIF

Aus einem Mail, das Trending Topics vorliegt, geht hervor, dass Invia seine bereits am 15. Mai darüber informiert hat, seine Geschäftstätigkeit „bis auf weiteres“ einstellen zu müssen. Die Invia GmbH bestreitet, dass man einen Alternativen Investmentfonds betreiben würde, der eine Konzession als Alternativer Investmentfonds Manager (AIFM) voraussetzen würde. Jedenfalls suche man jetzt das Einvernehmen mit der FMA.

Laut Webseite konnte man bei Invia Pakete zwischen 100 und 9.000 Euro buchen bei einer Laufzeit von 36 Monaten. Versprochen wird, dass, nachdem die Anlage verschiedene Altcoins und teilweise auch Bitcoin geschürft hat, diese Kryptowährungen in das „INVIA World Kryptowallet“ fließen und dann für den Kunden in Bitcoin umgewechselt werden. In Aussicht gestellt wird, auch, dass eine hauseigene Software immer jene Kryptowährung aussucht, die aktuell am profitabelsten für den Kunden ist. Die Auszahlung der Bitcoins soll täglich erfolgen.

Auf der Facebook-Seite von Invia finden sich neben positiven Reviews auch einige kritische Kommentare von Nutzern. „Keine Auszahlungen“, beklagt ein Kunde, „der Support ist nicht fähig meine Angaben zu bearbeiten.“ Ein anderer schreibt: „Es tut mir für mich und meine Leute sehr leid, dass ich euch jemals empfohlen habe. Ich dachte eine Firma aus Österreich wird schon keinen Sch**** machen. Falsch gedacht.“ Ob und wann Invia seinen regulären Betrieb wieder aufnehmen kann, bleibt abzuwarten.

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