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Instagram Reels: Keine Musik-Funktion für Unternehmen beim TikTok-Rivalen

© Facebook
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Frankreich, Deutschland, Brasilien und Indien waren zuerst dran, jetzt kommt schließlich auch Österreich zum Zug. Instagram hat in der Nacht auf Mittwoch den TikTok-Konkurrenten Reels als neues Feature in seiner App freigeschaltet. Damit sollen Nutzer nun ähnlich wie bei Trumps neuem Lieblingsfeind aus China witzige Videos drehen und veröffentlichen können.

Reels (zu Deutsch etwa „Filmrollen“) ist etwa versteckt. Um die Funktion zu nutzen, muss man die Story-Kamera von Instagram (nein, nicht die quadratische Hauptkamera) öffnen und dort statt „Story“ eben „Reels“ aussuchen. Dann kann man bis zu 15 Sekunden lange Clips drehen und mit Ton, Effekten und anderen Dingen wie AR-Filtern versehen. Die Videos sind im Unterschied zu den Stories so genannte Multiclips. Man kann also mehrere Video-Schnipsel (auch aus dem Smartphone-Speicher) zu einem Video zusammenstöpseln und Songs aus der Musik-Bibliothek darüberlegen.

Musiklizenzen nur für Privatnutzer

Nun ist die Musik-Funktion ein essenzieller Bestandteil von Reels – doch nur für Privatnutzer verfügbar. Die zahlreichen Accounts von Unternehmen können nicht auf die Musik-Bibliothek zugreifen. „Wir erlauben die Verwendung von Musik in einen kommerziellen Setting nicht“, heißt es dazu seitens Facebook. Das hat lizenztechnische Gründe. Wie auch bei Werbeclips im TV müssten sich Unternehmen Songs für Spots extra lizensieren lassen, doch bei Instagram ist die Musik eben nur für Privatnutzer verfügbar. Ein Graubereich sind sicher Influencer, die ja gerne und oft für Produkte von zahlenden Kunden werben.

Instagram versucht mit Reels auch ein wenig den TikTok-Algorithmus nachzuempfinden. Denn TikTok lebt auch davon, dass Nutzer ihre Videos bekannt machen können, auch wenn sie noch keine Follower haben (Trending Topics berichtete). Seitens Facebook heißt es: „Du kannst Reels mit deinen Abonnenten teilen und von der großen und vielfältigen Instagram-Community auf Explore entdeckt werden.“ So sind vor allem kleine Accounts nicht komplett von ihrer Reichweite in den Stories und im Feed abhängig.

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