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InnovATE: Millionenförderung für die Digitalisierung von Land- und Forstwirtschaft

Valerie Herzog und Pia Seeberger von InnovATE und Gerhard Hirczi von der Wirtschaftsagentur Wien. © InnovATE, Wirtschaftsagentur Wien, Montage Trending Topics
Valerie Herzog und Pia Seeberger von InnovATE und Gerhard Hirczi von der Wirtschaftsagentur Wien. © InnovATE, Wirtschaftsagentur Wien, Montage Trending Topics

Man sieht es nicht auf den ersten Blick, aber auf den zweiten ist dann alles klar: Die drei letzten Großbuchstaben von InnovATE stehen für „Agriculture, Timber, Energy“ und meinen unter Strich folgendes: Der neue Digital Innovation Hub wird kleinen und mittleren Unternehmen aus der Land-, Forst-, Holz- und Energiewirtschaft künftig bei ihren Digitalisierungsbestrebungen helfen.

Sensoren für Weingärten, Wetterdaten für Eisgeschäfte, Apps für den Ackerbau – die Initiative soll künftig jedem interessierten Unternehmer aus den genannten Bereichen mit Aufholbedarf in Digital-Agenden mit Rat und Tat zur Seite stehen. Geleitet wird der neue Hub, der mit einer Millionensumme gefördert wird, von Pia Seeberger und Valerie Herzog, die beide für die Blue Minds Gruppe rund um Unternehmerin Eveline Steinberger-Kern und Ex-Bundeskanzler Christian Kern tätig sind.

25 bis 30 „richtig coole Umsetzungsprojekte“

Das Fördergeld für InnovATE stammt von FFG (1 Mio. Euro), dem Land Kärnten (75.000 Euro) und – Überraschung – der Wirtschaftsagentur der Stadt Wien (250.000 Euro, mehr dazu weiter unten). „Gerade diese kleinen Unternehmen haben diese Motivation und den Pioniergeist“, sagt Seeberger, selbst studierte Physikerin und Expertin für den Energiemarkt, zu Trending Topics. Der Innovation Hub soll KMU durch den gesamten Prozess führen, am Ende sollen nach drei Jahren 25 bis 30 „richtig coole Umsetzungsprojekte“ stehen. Die Zielgruppe sei groß, theoretisch kommen in Österreich 40.000 KMU in den genannten Bereichen in Frage.

„Wir wollen ins Tun kommen und nicht einfach nur den nächsten Vortrag über AI abliefern“, sagt Herzog, selbst Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlerin in Technologiemanagement und Innovationsstrategie. Neben der Weiterbildung der Mitarbeiter wolle man den Unternehmen mit konkreten Umsetzungpartnern und Experten zur Seite stehen, um „digitale Nachzügler“ so schnell wie möglich nach vorne zu bringen. Am 6. Mai gibt es eine erste Auftaktveranstaltung.

Zu den Partnern von InnovATE zählen neben den genannten Fördergebern Wood K Plus, FH Salzburg, Möbel- und Holzbau Cluster, Universität für Bodenkultur (BOKU), Institut für Landtechnik, Josephinum Research, Montanuniversität Lehrstuhl für Energieverbundtechnik, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Institut für Höhere Studien (IHS), Know-Center, THI TECHHOUSE, Blue Minds Solution. InnovATE ist dabei einer von sechs Digital Innovation Hubs, die von der FFG und Partnern gefördert werden (mehr dazu hier).

4 Millionen Euro Fördergelder an drei neue Digital Innovation Hubs vergeben

„Viele Know-how-Träger aus Wien dabei“

Nun ist es auch überraschend, das ausgerechnet die Wirtschaftsagentur Wien bei einem Innovationsprogramm mitmacht, bei dem es um eher ländliche Themen (Forstwirtschaft etc.) geht. Geschäftsführer Gerhard Hirczi erklärt das so: „Es gibt immer noch einen großen Respektabstand bei KMU in der Digitalisierung“, und bei den Innovation Hubs sei die Stadt Wien bis dato unterrepräsentiert gewesen. Weil bis dato Förderprogramme für kleinere Firmen zu konkreten Digitalisierungsprojekten nicht unbedingt überrannt worden seien, wolle man nun so in die Breite kommen.

„Die Landwirtschaft in Wien ist gar nicht so klein, wie man denkt, Wien ist sogar der größte Gurkenproduzent“, sagt Hirczi. „Es sind außerdem viele Know-how-Träger aus Wien dabei, und das ist für uns ein Mitgrund, bei einem solchen Netzwerk dabei zu sein.“ Die Wirtschaftsagentur hätte auch einen eigenen Förderschwerpunkt bei Lebensmittel und nachhaltiger Verpackung. „Insofern passen die Themen gut zusammen.“

Wie soll Wien Digitalisierungshauptstadt Europas werden, Klemens Himpele?

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